Bild: Imago/wolterfoto

Wenn es um Fotos von nackten, strammen Pimmeln geht, gilt (eigentlich) eine Regel: Wenn man nicht danach gefragt wird, sollte man das Bild eher nicht verschicken. 

Leider halten sich nicht alle Menschen daran. Was dazu führt, dass sich viele Menschen immer wieder unfreiwillig nackte Genitalien anschauen müssen – ohne sich wirklich dagegen wehren zu können. 

Eine neue Website aus Schweden will diesen Fotos die Anonymität nehmen. 

Auf dem "DickPicLocator" können Nutzer ihre Fotos hochladen und so herausfinden, wo die Fotos aufgenommen wurden. Anhand der Meta-Daten werden dem Nutzer automatisch die GPS-Daten angezeigt. Die Fotos selbst werden laut Website nicht gespeichert – dafür aber die GPS-Daten. 

Gestartet wurde die Website von Per Axbom, einem Tech-Berater aus Stockholm. Mittlerweile wurden laut der Website bereits 10.043 Bilder hochgeladen. Axbom sieht seine Website als "längst überfälligen Service". Es sei wichtig, sexuelle Belästigung sichtbar zu machen. 

Inspiriert wurde Axbom bei seiner Arbeit für den "DickPicLocator" unter anderem auch durch Linnéa Claeson, wie er The Local erzählt. Auf ihrem Instagram-Account "assholesonline" sammelt sie unangebrachte Nachrichten aus Chatverläufen (leider sind die Gespräche überwiegend auf schwedisch).

Obwohl es wichtig ist, offen zu sagen und zu zeigen, dass sexuelle Belästigung falsch ist, wird das Ziel von Axboms Website nicht ganz klar: In einem Blogbeitrag erklärt er, dass sein Tool nicht "außergewöhnlich oder besonders" ist. Diese Daten könne man auch auf anderem Wege herausfinden. Er wolle mehr Menschen auf das Problem aufmerksam machen und die Diskussion über solche Bilder und deren Daten antreiben.

Aber: Natürlich lässt sich so längst nicht überprüfen, von wem das Foto wirklich stammt. 

Und: Was soll mit den GPS-Daten passieren? Axbom schlägt zum Beispiel vor, die Fotos an die Familienmitglieder des Senders zu schicken. Um ihn bloßzustellen, ist das vielleicht eine nette Idee – aber welche Mutter möchte die Penis-Fotos ihres erwachsenen Sohnes sehen? Dafür möchte Axbom selbst "nicht die Vertantwortung übernehmen". (Medium)


Streaming

"Game of Thrones": Das passiert in Folge 6
Was die Ereignisse in "Beyond the Wall" bedeuten.
"Game of Thrones" ist zurück! 

Und wir besprechen die siebte Staffel. Folge für Folge