Bild: dpa/Maurizio Gambarini
Die Erpresser fordern eine Millionensumme, die Polizei warnt vor möglichen weiteren Paketbomben.

Die in Potsdam gefundene mutmaßliche Paketbombe galt nicht wie zunächst angenommen einem Weihnachtsmarkt. Stattdessen sollte mit dem Päckchen der Paketdienst DHL erpresst werden. Das sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Sonntag in Potsdam auf einer Pressekonferenz.

Die Täter verlangen demnach eine Millionensumme von der Deutschen Post. Die Bedrohung habe aber mit an "Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt gegolten. (SPIEGEL ONLINE)

Was war passiert?

  • In Potsam hatten Ermittler am Freitag ein Paket entschärft, das in einer Apotheke abgegeben worden war.
  • Die Apotheke liegt direkt neben einem Weihnachtsmarkt.
  • In dem Paket befand sich eine Blechbüchse mit Nägeln, Batterien, Drähten und ein Pulver, dazu ein in Deutschland verbotener Sprengkörper.
Wie gefährlich war die Bombe?
  • Neuesten Erkenntnissen zufolge war die Paketbombe hoch gefährlich.
  • Vorher war noch von einem "sehr gut imitierten Sprengkörper" die Rede gewesen (Zeit Online). Mittlerweile halten die Ermittler es für möglich, dass die Bombe zündfähig war.
  • Bei einer Explosion hätte sie schwerste Verletzungen zur Folge gehabt, sagte Schröter.
(Bild: Getty Images/Carsten Koall)

Woher weiß die Polizei von der Erpressung?

  • Sie hat ein Drohschreiben aus dem Paket rekonstruieren können. Daraus gehe hervor, dass eine Millionensumme von DHL erpresst werden sollte.
  • Im Paket sei ein QR-Code gefunden worden, der zur Nachricht geführt habe.
  • Anschrift und Absender des Pakets hätten "auffällige Rechtschreibfehler" enthalten.
  • Ermittelt wird wegen versuchter räuberischer Erpressung und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.
  • Der oder die Täter sollen der Polizei zufolge aus Berlin oder Brandenburg stammen.

Gibt es noch weitere Paketbomben?

  • Gut möglich. Die Polizei warnt vor möglichen weiteren Sendungen. Das sei nach jetzigem Ermittlungsstand wahrscheinlich.
  • Eine ähnliche Lieferung sei vor einiger Zeit in Frankfurt (Oder) bei einem Online-Händler aufgetaucht.
  • Deswegen rät die Polizei nun zur Vorsicht, das gelte vor allem, wenn der Absender des Pakets unbekannt sei, die Anschrift Rechtschreibfehler enthalte oder Drähte aus dem Paket ragen würden.
  • Im Zweifel solle die Polizei informiert werden.

Wer Hinweise geben kann, solle sich unter 0331-505950 melden.


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