Bild: Jay Ma / Unsplash

Es gibt Depressionen, die sich mit einer Psychotherapie behandeln lassen. Und es gibt Depressionen, die nur durch Medikamente erträglicher werden. 

Aber dann gibt es auch Depressionen, die auf nichts davon ansprechen. Die Diagnose lautet: "therapieresistent". Für die Betroffenen ist das sehr schwer, nichts kann ihr Leid lindern. Nun hat ein Wissenschaftlerteam in einer neuen Studie möglicherweise erste Erfolge für diese Gruppe vorzuweisen – und zwar mit Hilfe von Magic Mushrooms.

Wie lief die Studie ab?

Wissenschaftler des Imperial College in London wollten mit einer neuen Forschungsreihe herausfinden, welche Effekte Psilocybin – der psychoaktive Bestandteil der sogenannten Magic Mushrooms – auf Menschen mit Depressionen hat.

In einer ersten Studie (hier könnt ihr sie komplett lesen) bekamen nun 20 Menschen mit therapieresistenter Depression zwei unterschiedliche Dosierungen des Wirkstoffs: zunächst 10 mg, dann eine Woche später 25 mg.

Bei 19 der 20 Personen wurde vor der ersten Dosis und nach der zweiten Dosis jeweils die Durchblutung bestimmter Hirnregionen sowie die Kommunikation dieser untereinander gemessen. Außerdem mussten die Probanden vor und nach den Behandlungen mit einem Fragebogens ihre Symptome einschätzen.

Das Ergebnis:

Nachdem die Patienten das Psilocybin bekommen hatten, berichteten sie von deutlich weniger Symptomen. Ihre Stimmung sei gehoben, das Gefühl von Stress dagegen gesunken.

Die Hirnscans zeigten außerdem weniger Durchblutung in den Regionen, die für emotionale Reaktionen, Stress und Angst zuständig sind.

Wie kann das sein?

Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass der Drogentrip die für Depressionen typische Hirnaktivität kurzzeitig unterbrochen haben könnte. Danach könne das Gehirn womöglich besser als vorher wieder mit normalen Abläufen beginnen. 

  • Das Psilocybin könnte also wie ein Reset auf ein überlastetes System wirken. 

Diese Computer-Analogie verwendeten auch viele der Probanden in ihrer Selbstbeschreibung nach dem Experiment:

Einer unserer Patienten sagte, sein Gehirn fühle sich an, als sei es "defragmentiert" worden – wie eine Festplatte. Ein anderer sagte, er fühle sich wie nach einem "Neustart".
Dr. Robin Carhart-Harris, Studienleiter und Leiter der Psychedelischen Forschung am Imperial College

Auch vorige Studien haben sich schon mit dem Effekt psychoaktiver Drogen auf psychische Krankheiten beschäftigt. 

Im vergangenen Jahr führten die Johns Hopkins University und die New York University klinische Versuche durch, in denen sie 80 depressive Krebspatienten mit Psilocybin und begleitender Psychotherapie behandelten. 80 Prozent der Probanden berichteten danach, ihre Ängste hätten sich gelegt – und das sogar noch sechs bis acht Monate nach der Behandlung. (Guardian

Was bedeutet das jetzt?

Auf jeden Fall gilt: Nicht selber nachmachen!

Da die Studie sehr wenige Teilnehmer und keine Kontrollgruppe hatte, sind die ersten Ergebnisse nicht repräsentativ, sondern nur ein Indikator für weitere Forschung.

Anfang des kommenden Jahres soll die Wirkung von Psilocybin in einer Studie direkt mit der eines führenden Antidepressivums verglichen werden. 


Future

Elon Musk glaubt, wir sind längst in der Matrix gefangen
Nun wollen uns einige Tech-Milliardäre retten.

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht. Zumindest, wenn es nach Tech-Gurus wie Elon Musk geht. Er und andere US-Tech-Milliardäre sind der Meinung, dass wir durchaus in einer simulierten Wirklichkeit leben könnten. 

Ihre Vorstellung: Die Menschheit ist in einer Simulation gefangen, wie im Film "Matrix".

Musk sagte zum Beispiel in einem Interview:

"Wir befinden uns auf einer Zeitschiene in Richtung von Computerspielen, die sich von der Realität nicht mehr unterscheiden lassen. Die Chancen stehen also eins zu Milliarden, dass wir in der Wirklichkeit leben. Sag mir, was an dieser Argumentation falsch ist. Wo ist der Fehler darin?"