Bild: dpa / Deniz Yel
#FreeDeniz

Der Journalist Deniz Yücel kommt in der Türkei in Untersuchungshaft. Zwei Wochen lang saß der Reporter der "Welt" bereits in Polizeigewahrsam. Am Montag erließ ein Gericht Haftbefehl. (Welt)

Der Vorwurf: "Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung."

Yücel hatte – wie andere Journalisten auch – über E-Mails des Energieministers berichtet. Darin geht es um die gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung. Der Energieminister ist ein Schwiegersohn des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. (bento)

Aber die Pressefreiheit gilt in der Türkei nicht mehr: Seit dem Putschversuch im Juli des vergangenen Jahres hat Präsident Erdogan rund hundert Journalisten festnehmen lassen, 170 Medienhäuser mussten schließen.

Für die "Welt" ist Yücel seit Mai 2015 in der Türkei. Er besitzt sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft.

Mehr über den Fall Deniz und die Hintergründe hier:

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Zahlreiche Menschen setzen sich für die Freilassung von Deniz Yücel und andere inhaftierte Journalisten in der Türkei ein.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ am Montag erklären, die Entscheidung für eine Untersuchungshaft sei "bitter und enttäuschend. Diese Maßnahme ist unverhältnismäßig hart". (Bundesregierung)
  • Der Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu rief für den Dienstagnachmittag zum Protest in Berlin auf: "Ich rufe zur Kundgebung vor der Türkischen Botschaft auf und lade Euch herzlich ein." (Özcan Mutlu)
  • Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" erklärte: ""Deniz Yücel und alle anderen in der Türkei inhaftierten Journalisten müssen sofort freigelassen werden." (Reporter ohne Grenzen)
  • In 9 deutschen Städten sollen am Dienstagnachmittag Autokorsos stattfinden: Berlin, Hamburg, München, Köln, Bremen, Hannover, Frankfurt, Leipzig und Bielefeld. Auch in Zürich und Wien soll mit Autos protestiert werden. (Facebook)

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