Bild: dpa/Hannibal Hanschke
Aber nicht in jedem einzelnen Unternehmen.

Die Frauenquote in den 30 Unternehmen, die im Deutschen Aktienindex gelistet sind, ist erstmals über die gesetzlich vorgegebenen 30 Prozent gestiegen (FAZ).

Der Grund: Softwarekonzert SAP hat drei Frauen in seinen Aufsichtsrat gewählt. Das geht aus einer Erhebung der Personalberatung Russell Reynolds hervor. 

Die SAP-Aktionäre wählten bei der Hauptversammlung

  • die Merck-Managerin Friederike Rotsch,
  • die Intel-Managerin Aicha Evans
  • und die Google-Managerin Diane Greene

in den Aufsichtsrat des Unternehmens. Der Frauenanteil steigt damit von 22 Prozent im Vorjahr auf 56 Prozent. Das ist der größte Sprung aller Dax-Unternehmen. 

Vor drei Jahren hatte die damalige Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte durchgesetzt. 

  • Damals saßen 27 Frauen in den Dax-Aufsichtsratsgremien.
  • Mittlerweile sind es 81 Frauen bei 256 Aufsichtsratsposten. Im Schnitt ist die Frauenquote damit erfüllt und liegt bei 31,6 Prozent. Nur Merck, Continental, Henkel und Infineon erfüllen die 30-Prozent-Marke nicht. Diese Unternehmen müssen in Zukunft frei werdende Stellen bei Neuwahlen mit Frauen besetzen.

In den Vorstandsgremien allerdings ist es mit der Gleichberechtigung noch nicht so weit her. Hier gibt es keine gesetzliche Frauenquote, nur 12 Prozent der Vorstände sind Frauen.


Future

In Augsburger Innenstadt können bald alle Menschen kostenlos Bus und Bahn fahren
Ein Vorbild für andere Städte?

In Augsburg soll es ab Ende 2019 kostenlosen Nahverkehr geben – zumindest ein bisschen. Zwischen insgesamt acht Haltestellen in der Innenstadt sollen alle Menschen Busse und Stadtbahnen kostenfrei nutzen können.

Als Grund für den Vorstoß nannten Stadt und Stadtwerke die Luftqualität in der Innenstadt. Die Zweite Bürgermeisterin Eva Weber sagte, es seien Grenzwerte überschritten worden. Die Städte hätten die Aufgabe, sich um die Luftreinhaltung zu kümmern. (BR24)