Bild: dpa/Chattanooga Times Free Press/AP/C.B. Schmelter
Dabei dachte Trump doch, bewaffnete Lehrer würden die Schulen sicherer machen.

Lehrer bewaffnen. Das ist Donald Trumps ausgefeilter Plan, um Amokläufen an US-Schulen vorzubeugen. Zuletzt starben in Florida 17 Menschen, weil ein Schüler mit einer halbautomatischen Waffe ins Gebäude marschierte und um sich schoss.

In den USA wird ernsthaft über die Idee debattiert. Ein Vorfall im Bundesstaat Georgia hat die Diskussion am Mittwoch erneut angeheizt. Ausgerechnet ein 53-jähriger Lehrer hat sich mit seiner Waffe in einen Klassenraum in Dalton eingeschlossen – und einen Schuss abgefeuert, als Schüler und dann der Rektor versuchten, die Tür zu öffnen.

Kein Schüler wurde ernsthaft verletzt. Eine Schülerin verknackste sich beim Weglaufen den Knöchel. Nach 45 Minuten gab der Lehrer schließlich auf, laut Polizei gab er komische Geräusche von sich. (BBC)

Etwa 2000 Kinder werden an der Schule in Dalton unterrichtet. Die Stadt liegt etwa 145 Kilometer nördlich von Atlanta im US-Staat Georgia.

Es ist wirklich ernst, nach all den Dingen, die überall in diesem Land passiert sind.
Ricardo Perez, Schüler in Dalton

Eine Schülerin wandte sich nach dem Schock auf Twitter direkt an die US-Waffenlobby. Sie schrieb:

Mein Lieblingslehrer hat gerade die Tür blockiert und geschossen. Wir mussten hinten aus der Schule in den Regen hinauslaufen. Schüler wurden niedergetrampelt und haben geschrien.
Bitte sagt mir doch, wie die Bewaffnung von Lehrern uns sicherer machen soll.

In den USA ist nach dem Parkland-Shooting eine Schüler-Bewegung entstanden: Die Teenager setzen sich für härtere Waffengesetze ein und haben in nur wenigen Tagen so viel Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt wie selten zuvor.

(Bild: Getty Images/Joe Raedle)

An der Spitze der Bewegung steht Emma González. Sie sorgte nur wenige Tage nach dem Amoklauf mit einer kämpferischen Rede für Aufsehen, in der sie die Waffenlobby und Donald Trump direkt angriff:

Hier erfährst du mehr über die Bewegung:


Gerechtigkeit

Nackter Mann im Bett? Warum diese Werbung nicht als sexistisch gilt

Frauen in Unterwäsche, Brüste über dem Bierkrug, eine Frau, die sich halb nackt übers Auto gelehnt: Die Tatsache, dass mit Frauenkörpern Produkte beworben werden, ist nicht neu. 

Doch wie ist das eigentlich mit nackten Männern? Und: Ist das eigentlich genau so schlimm?

Der Verein "Pinkstinks" setzt sich seit sechs Jahren gegen Diskriminierung und Stereotype in der Werbung ein. Nun lobt er Deutschlands ersten Preis für fortschrittliche Werbung aus. 

Wir haben mit der "Pinkstinks"-Vorsitzenden Stevie Schmiedel über Sexismus gegen Männer, Hausfrauen und Herrenwitze gesprochen.