Bild: dpa/Mads Claus Rasmussen
Aber will es nicht Verbot nennen.

In Dänemark sollen Frauen nicht mehr tragen dürfen, was sie wollen. Ab August dürfen muslimische Frauen ihr Gesicht in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen, weder die eigentlich nur in Afghanistan übliche Burka noch der Gesichtsschleier Nikab sind erlaubt. 

Das Gesetz wurde mit 75 Ja-Stimmen bei 30 Gegenstimmen angenommen. Bei einem ersten Verstoß droht eine Geldstrafe in Höhe von 135 Euro – wird eine Frau zum zweiten Mal erwischt, drohen wir sogar 1350 Euro Strafe. (SPIEGEL ONLINE

Das Gesetz bezieht sich aber nicht nur auf Muslima. Auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte, die das Gesicht stark verdecken können, sind problematisch.

Genau das hat in anderen Ländern bereits zu Problemen geführt. 

  • In der Schweiz gilt zum Beispiel ein Burkaverbot, erwischt hat es dort aber jüngst Fans des Comic-Helden Deadpool. Sie wollten sich wie ihr Idol verkleiden – aber Deadpool trägt eine Gesichsmaske:
  • Auch in Österreich erwischt das jüngst eingeführte Verhüllungsverbot kaum Kopftuchträgerinnen – aber stattdessen Maskottchen, Helmträger und Kuriere. Recherchen zeigen, dass das Verbot ziemlich ineffektiv ist:

Immer mehr Länder in Europa diskutieren dennoch ähnliche Verbote. 

Vor allem konservative Parteien wollen einen Burka-Bann per Gesetz durchbringen. Ihr Argument: Ein Verbot sorgt für mehr Sicherheit vor islamistischem Terror.

  • Frankreich hat 2010 als erstes Land in Europa den Ganzkörperschleier verboten. Belgien zog Mitte 2011 nach.
  • Österreich hat 2017 ein Verbot eingeführt. 
  • In Deutschland wollen CSU und AfD muslimischen Frauen das Tragen von Nikab und Burka im öffentlichen Raum verbieten. 

Kritiker sagen, die Verbote sind nur Symbolpolitik – und verdrängen muslimische Frauen aus der Gesellschaft. Denn es gibt kaum Frauen, die sich komplett verhüllen.

In Dänemark will man nun bewusst nicht von einem Verbot sprechen – aber durch die hohen Strafen kommt es darauf hinaus.

Niemand werde gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, hatte Justizminister Søren Pape Poulsen erklärt.

Es ist nicht die erste politische Aktion gegen Zuwanderer. Im März kam der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen nach Mjølnerparken. Ein Viertel, das das schlimmste "Getto" Dänemarks sein soll. Dort stellte er einen "Getto-Plan" vor, denn das "Dänentum" sei in Gefahr. 

Die rechtsliberale Regierung will Gegenden wie Mjølnerparken umkrempeln, die Sozialdemokraten und die rechtspopulistische Dänische Volkspartei unterstützen den Plan. Und das, obwohl in diesen "Gettos" die Kriminalität seit Jahren zurückgeht.

Der Plan sieht zum Beispiel vor, Drogendealer aus Gettos doppelt so hart zu bestrafen wie andere Einwohner Dänemarks. 


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