Mit Facebook gegen Fachkräftemangel

Sein Video wurde fast vier Millionen Mal aufgerufen, Tausende teilten es und jetzt hat Sven Sterz endlich drei Azubis eingestellt. Der Glasermeister aus Cuxhaven hatte einfach keinen Nachwuchs für seinen Betrieb gefunden und vor zwei Monaten aus lauter Zweifel versucht, Glaser-Nachwuchs mit einem lustigen Werbeclip auf sich aufmerksam zu machen. 

Das Facebook-Video brachte nun den Erfolg!

Ich muss verrückt sein

"Ich möchte mich bedanken für das Teilen, Kommentieren und Liken. Dadurch habe ich meine Azubis 2018 gefunden", sagte er dem NDR

Statt der geplanten zwei Stellen seien nun drei Bewerber eingestellt worden – zwei Männer und eine Frau. 15 Kandidaten hatte Sterz zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

In dem Video hatte Sterz eine Glasscheibe auf dem Boden fallen lassen. Im Scherbenhaufen stehend sagt er: "Moin, ich habe zwei Ausbildungsplätze zu vergeben." Herkunft und Schulabschluss seien egal, Zuverlässigkeit sei dagegen sehr wichtig, sagt er trocken mit typisch norddeutschem Akzent. Tausenden bei Facebook gefiel das. 

Warum ist das wichtig?

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, Handwerksbetriebe finden oft nicht genügend Nachwuchs, der eine Ausbildung machen möchte. Im Ausbildungsjahr 2016/17 blieb laut des Bundesinstituts für Berufsbildung jede zehnte Ausbildungsstelle im Handwerk unbesetzt. (SPIEGEL ONLINE)

Die Branche muss sich deshalb etwas einfallen lassen – und greift wie Sterz deshalb oft zu ungewöhnlichen Maßnahmen. So zahlen mehrere Bundesländer bereits eine Prämie von mehreren Tausend Euro für Meister.

Sterz selbst bot unter anderem 100 Euro mehr Gehalt, außerdem legte er eine finanzielle Unterstützung für den Führerschein drauf.


Fühlen

Ich bin stinknormal und super-fein damit. Ehrlich!
Könnt ihr das akzeptieren?

Niemand, mit dem ich je zu tun hatte, hat mich jemals "freaky" oder "crazy" genannt. 

Ich bekomme auch nicht oft zu hören, dass ich "unverwechselbar" wäre, "eine Marke für mich", oder dass es mich "nur einmal" gäbe. Und ich habe nie etwas von mir preisgegeben, bei dem dann alle im Raum auf einmal vor Erstaunen erstarrt sind. Kurz: Ich bin durch und durch normal.

Das heißt nicht, dass ich nicht individuell wäre. Natürlich habe auch ich – wie wir alle – meine Eigenheiten. Ich habe Dinge, die ich lieber esse als andere, Kleider, die ich schöner finde als andere, Musik, die mich mehr anspricht als andere. Ich habe eigene Gedanken, Träume und Gefühle. Aber nichts an mir sticht eben besonders heraus. 

Und das finde ich völlig in Ordnung.