Bild: Armin Weigel/dpa
Drei Fragen und Antworten zum gescheiterten Konter der CSU

Es war ein kleiner Coup der bayerischen SPD: Im Wahlkampf um die anstehenden Landtagswahlen hat sie sich die Domain und Social-Media-Accounts für den Slogan der CSU "Söder macht's" weggeschnappt (bento). Die CSU machte anschließend einen verzweifelten Versuch, zu kontern – doch das scheiterte. Das hat die Partei nun offenbar auch eingesehen.

Wie lief der Konter der CSU?

Nachdem sich die SPD "soeder-machts.de" geschnappt hatte, sicherte sich die CSU mehrere Domains, darunter auch "derechtesoedermachts.de", was vor allem bei Twitter-Nutzerinnen und -Nutzern für Belustigung sorgte. Der Name lud geradezu dazu ein, falsch gelesen zu werden – aus "der echte Söder" wurde "der rechte Söder". (bento)

Die Webseiten führten lediglich auf das Regierungsprogramm der CSU – von Nutzerinnen und Nutzern wurde das als unprofessionell bezeichnet. Gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" bemängelte der Medienanwalt Markus Kompa das fehlende Impressum der Webseiten. Dieses sei bei gewerblichen Seiten wie auch denen von Parteien Pflicht. Des Weiteren verletze die Nutzung der Domain "nataschakohnen.bayern" die Persönlichkeitsrechte der SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen, so die Einschätzung des Anwalts. 

Trotzdem steckte die CSU offenbar viel Geld in die Offensive – und spülte den Nutzerinnen und Nutzern gesponserte Tweets in die Timelines:

Wie reagierte die CSU jetzt?

Dass der Konterversuch etwas unüberlegt und wenig ausgereift war, hat mittlerweile wohl auch die CSU eingesehen – und alle Domains wieder abgeschaltet. Wer jetzt auf die Seiten geht, bekommt eine Meldung, dass die Seite "temporär nicht erreichbar" sei. Eine Erklärung dafür lieferte die CSU nicht.

Zuvor hatte CSU-Generalsekretär noch die bayerische SPD wegen der Nutzung von "soeder-machts.de" heftig angegangen: "Bei der SPD muss die Verzweiflung schon ziemlich groß sein, wenn sie CSU-Slogans klauen muss", sagte er und sprach von "Fake News" (Augsburger Allgemeine). Andere hatten der SPD schlechten Stil und fehlenden Anstand vorgeworfen.

Und was sagt die SPD zu den verzweifelten Versuchen der CSU?

"Für uns ist die Sache erledigt", sagte Ino Kohlmann, Pressesprecher der bayerischen SPD der "Augsburger Allgemeinen". Die CSU führe sich auf wie ein schlechter Verlierer. Zur Aktion der CSU sagte er, sie zeige, wie nervös die Partei um Markus Söder sei. (Augsburger Allgemeine)


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