Bild: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Nach mehreren Ausschreitungen zwischen deutschen Anwohnern und Flüchtlingen, haben am Samstag Flüchtlinge, Unterstützer und die Antifa in Cottbus für ein "Leben ohne Hass – gemeinsam gegen die Angst" demonstriert. Aber auch das rechtsgerichtete Bündnis "Zukunft Heimat" kam zu einem Protestmarsch zusammen. (Tag 24)

Dennoch blieb bis zum Nachmittag alles friedlich. Die Polizei ist seit den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage in erhöhter Alarmbereitschaft. (Berliner Zeitung/RBB)

  • Lokale Medien berichten von rund 1000 Teilnehmern der Flüchtlingsdemo – darunter Familien, Schüler, Rentner und Mitglieder von SPD und Grünen. Angemeldet hatte sie ein syrischer Flüchtling, unterstützt vom Verein "Cottbus Nazifrei", wie die Polizei mitteilte. 
  • Auch Vertreter von Regionalligisten Energie Cottbus oder vom Menschenrechtszentrum, das eine Gedenkstätte in einem ehemaligen DDR-Gefängnis betreibt, waren dabei. Allerdings fehlte der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Grund sei ein länger geplanter Termin.
  • Sie zogen mit bunten Luftballons und Plakaten durch die Stadt. "Cottbus für Alle" und "Entgifte dein Gehirn" war unter anderem darauf zu lesen. Auch weiße Rosen wurden verteilt.
  • Um 14 Uhr startete dann auch die Demo der Flüchtlingsgegner. Auf deren Plakaten hieß es "Schnauze voll" oder "Grenzen dicht".
Was war in den vergangenen Tagen in Cottbus los?
  • Immer wieder kam es in der Cottbuser Innenstadt zu Angriffen zwischen Deutschen und Flüchtlingen. Die Polizei stockte ihre Präsenz auf, Cottbus nimmt vorerst keine weiteren Flüchtlinge auf.
  • In der vergangenen Woche hatten Rechtsextreme erneut provoziert, in dem sie Reizgas an Passanten verteilten. Sechs Männer der NPD gaben Flugblätter, die sich gegen Zuwanderung richteten weiter.
  • Kurz vorher hatte es vor einem Einkaufszentrum eine Schlägerei unter Syrern gegeben. 
  • Bereits in der Neujahrsnacht hatten mehrere Männer drei Afghanen in einem Cottbusser Asylheim angegriffen, nach den Tätern wird nun öffentlich gefahndet. (SPIEGEL ONLINE)

Hinweis: Wir haben den Text um 17.30 Uhr noch einmal aktualisiert.

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