Bild: Uwe Anspach/dpa
Vier Fragen, vier Antworten

Rechtsextreme im Raum Chemnitz sollen eine terroristische Vereinigung gebildet haben. Jetzt hat der Generalbundesanwalt Ermittlungen gegen sieben Männer eingeleitet, wie der SPIEGEL berichtet. 

Was ist passiert?

Der Generalbundesanwalt Peter Frank hat ein Verfahren gegen sieben Männer zwischen 20 und 30 Jahren eingeleitet. Grund dafür ist der Vorwurf, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet zu haben. Sechs der Männer wurden am Montagmorgen festgenommen, ein weiterer ist bereits inhaftiert. Sie alle seien Teil der Skinhead- oder Neonazi-Szene im Raum Chemnitz. (SPIEGEL ONLINE)

Was hatte die Gruppe vor?

Unter dem Decknamen "Revolution Chemnitz" sollen die sieben Männer eine Terrorvereinigung gebildet haben. Laut der Ermittler hatte die Gruppe bereits Angriffe und Anschläge auf Ausländer geplant. Ein weiteres Ziel sollen politisch anders Denkende gewesen sein. Die sieben Männer hätte sich bereits mit der Beschaffung von Schusswaffen befasst. (SPIEGEL ONLINE)

Hat die Gruppe bereits Menschen verletzt?

  • Ob die sieben Männer bei den Ausschreitungen in Chemnitz dabei waren ist unklar, gilt aber als wahrscheinlich, wie SPIEGEL ONLINE berichtet. Gegründet haben soll die Gruppe "Revolution Chemnitz" spätestens am 11. September 2018. An den Übergriffen auf der Chemnitzer Schlossteichinsel am 14. September sollen fünf der sieben Männer beteiligt gewesen sein. 
  • Eine 15-köpfige Gruppe, die sich selbst als "Bürgerwehr" bezeichnet hatte, hatte zwei Gruppen mit fremdenfeindlichen Äußerungen attackiert, Ausweise kontrolliert und einen anwesenden Iraner leicht verletzt. Die Polizei nahm die Gruppe in Gewahrsam. Neun der 15 Personen konnten die Dienststelle wieder verlassen, die anderen sechs wurden dem Amtsgericht vorgeführt.
  • Die Ermittler vermuten nun, dass diese Aktion eine Art Testlauf für eine noch schlimmere Aktion gewesen sein könne, die für den Tag der deutschen Einheit, am 3. Oktober, geplant gewesen sein könne. (SPIEGEL ONLINE)
  • Wie die Süddeutsche Zeitung später berichtete, strebte die mutmaßliche Terrorgruppe laut Ermittlungsbhörden den rechtsradikalen Umsturz der Bundesrepublik an. 
  • Informationen der Süddeutschen Zeitung nach, sollten militante Attacken auf Politiker und Politikerinnen, Journalisten und Journalistinnen sowie auf Menschen, die sich öffentlich zu einem freiheitlichen Rechtsstaat bekennen, folgen. (Süddeutsche Zeitung)

Was bedeutet das für die Ereignisse in Chemnitz und künftige Ermittlungen?

Nachdem sich Hans-Georg Maaßen als Verfassungsschutz-Chef zu den Ereignissen in Chemnitz verharmlosend geäußert hatte (bento), ist die Festnahme unter dem Tatvorwurf "Rechtsterrorismus" umso brisanter. Ende August war es zu zahlreichen Übergriffen in Chemnitz gekommen. Ausländer oder ausländisch aussehende Menschen wurden angegriffen, beschimpft und bedroht. (bento) Rechtsextreme Demonstranten zeigten den Hitlergruß, eine vermummte Gruppierung überfiel ein jüdisches Restaurant. (bento)

Der Generalbundesanwalt Peter Frank ist seit 2016 im Amt und gibt einen harten Kurs gegen Rechtsextreme vor. Die Bundesanwaltschaft setzt diesen nun fort. Die Karlsruher Ermittler hatten bereits kurz nach den Ereignissen in Chemnitz Vorermittlungen eingeleitet. (SPIEGEL ONLINE)


Future

Sag mir, was du mit 1 Mio machen würdest, und ich sag dir, wer du bist
Sag nicht, du hättest dir das noch nie vorgestellt!

Eines Morgens wachst du auf und deine Bettdecke ist mit 10.000 Hundert-Euro-Scheinen gefüllt. Oder beim Angeln gewährt dir ein Fisch drei Wünsche, wenn du ihn wieder ins Wasser wirfst – und du wünscht dir (logisch!) drei Mal 333.333 Euro. Oder du gewinnst ganz klassisch in der Lotterie. Kommt alles vor. Und dann sitzt du da mit deinem Reichtum. Noch weiß keiner davon außer du selbst (und vielleicht dem Zauberfisch), noch gibt es absolut keine Verpflichtungen und Pläne – du kannst komplett frei entscheiden, was du mit dem Geld anstellst.