Bild: EPA/Stephanie Lecocq

Ceta ist beschlossen: Vertreter der Europäische Union und Kanadas haben das Freihandelsabkommen am Sonntag in Brüssel unterzeichnet. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau war extra in die belgische Hauptstadt gereist, um seine Unterschrift unter den Vertrag zu setzen.

Mit der Unterzeichnung gehen die rund siebenjährigen Verhandlungen um Ceta zu Ende. Entsprechend groß war die Erleichterung: "Ende gut, alles gut", sagte zum Beispiel EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. (SPIEGEL ONLINE)

Eigentlich hätte das Abkommen schon am Donnerstag abgeschlossen werden sollen. Doch das Regionalparlament der belgischen Wallonie stellte sich tagelang quer – und verhinderte damit die Unterzeichnung. Kritikpunkte waren vor allem Bedrohungen für die belgische Landwirtschaft und die Regelungen zu Schiedsgerichten. Es gab Nachverhandlungen, am Freitag stimmten die Abgeordneten schließlich zu. (bento)

Was soll Ceta bringen?

Ziel ist, den Handel zwischen der EU und Kanada zu vereinfachen und so für mehr Wachstum auf beiden Seiten zu sorgen. Außerdem haben sich die Teilnehmerstaaten darauf geeinigt, Berufsqualifikationen wechselseitig anzuerkennen. Dadurch soll es EU-Bürgern künftig leichter fallen, in Kanada zu arbeiten und umgekehrt. (bento)

Ceta gilt als Test für das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sagte nach der Unterzeichnung, Ceta werde Standard für alle künftigen Abkommen sein. Bei Twitter bezeichnete er das Abkommen als "Meilenstein".

Im Vorfeld war es in Brüssel noch einmal zu Protesten gegen Ceta gekommen: Etwa 250 Personen demonstrierten gegen den Vertrag und seinen möglichen Nachfolger TTIP. Einige Aktivisten stürmten das Foyer des EU-Ratsgebäudes. (Euronews)

Ceta soll nun so schnell wie möglich in Kraft treten. Allerdings müssen bei einigen Teilen zuerst noch mal die nationalen Parlamente zustimmen. (SPIEGEL ONLINE)

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