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Zwei Fragen und Antworten zum Deutschen Comedypreis 2018

Carolin Kebekus hat zum sechsten Mal in Folge den Preis als beste Komikerin Deutschlands gewonnen. Beim Deutschen Comedypreis 2018 setzte sie sich am Sonntag gegen ihre Konkurrenten wie Ralf Schmitz, Luke Mockridge oder Mario Barth durch. (SPIEGEL ONLINE)

1 Was hat Kebekus zum Preis gesagt? 

Die 38-Jährige kommentierte ihren Preisgewinn wie folgt und dankte vor allem ihren Zuschauern (Deutschlandfunk):

Ich habe nie das Gefühl, dass ich irgendwie mich verbiegen muss, um etwas zu machen, was jetzt alle gut finden.

Neben dem Preis der besten Komikerin wurde ihr außerdem noch die Trophäe für das "beste TV-Soloprogramm verliehen". Den Dankesreden konnte sich Carolin Kebekus nicht lange an diesem Abend widmen: Sie moderierte die Comedy-Gala auch noch.

2 Wer hat sonst beim Deutschen Comedypreis 2018 gewonnen? 

Weitere Preisträger beim Deutschen Comedypreis 2018 waren unter anderem

  • Die Serie "jerks." als beste Comedyserie
  • "Luke! Die Woche und ich" als beste Comedyshow
  • Felix Lobrecht als bester Newcomer
(Bild: dpa / Henning Kaiser)

Queer

Rumänien: Referendum gegen die Ehe für alle scheitert an geringer Beteiligung
Zwei Fragen, zwei Antworten

Eine Volksabstimmung zum Verbot der Ehe für alle in Rumänien ist gescheitert. Ultrakonservative Gruppen wollten das bestehende Verbot auch in der Verfassung verankern, doch die Bevölkerung machte da nicht mit.

Was ist passiert?

Mehrere Gruppen hatten das Referendum angesetzt, um das Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen auch in die Verfassung zu schreiben. Demnach sollte ein Absatz verändert werden, in dem die Ehe derzeit geschlechterneutral als Bund zwischen zwei "Ehegatten" beschrieben wird. Die Ultrakonservativen wollten dies in die Beschreibung "Mann und Frau" ändern. 

Um dies zu bestätigen, sollten die Rumänen am Wochenende abstimmen. Doch die Volksabstimmung scheiterte, weil zu wenige Menschen abstimmten. Nur rund 20 Prozent der Bevölkerung gaben ihre Stimme ab – für ein gültiges Referendum hätte es mindestens 30 Prozent gebraucht.

Welche Reaktionen gab es?

Rumäniens wichtigste Interessenvertretung der Homosexuellen, Accept, begrüßte den Ausgang des Referendums, ebenso der Fraktionschef der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo Bullmann. Rumäniens Regierungs- und Oppositionsparteien sowie die Initiatoren des Referendums schoben sich hingegen am Sonntagabend gegenseitig die Schuld für das Scheitern der Volksbefragung zu.

Accept erklärte, die Rumänen ließen sich nicht von einer politischen Agenda hinters Licht führen, "die zu Hass und Zwietracht aufruft". Man habe gezeigt, "dass die meisten von uns nicht glauben, dass man über Menschenrechte in einem Referendum abstimmen sollte".

Mit Material von dpa