Dieser Pulli war vielleicht keine gute Idee.

"Division" steht auf dem Kinderpulli von C&A. Die schwarze Schrift ist weiß umrandet. Die Schriftart: Fraktur. Pullover wie diese hat die Modekette C&A verkauft. Das Problem: Die Pullover erinnern an Nazimode. "Division Germania" ist eine Rechtsrockband, bei Nazi-Konzerten kommen viele Männer mit Glatzen in den Division-Shirts. (Taz)

Das hat nun auch C&A gemerkt, die Pullover aus dem Sortiment genommen und sich entschuldigt. Dem Unternehmen sei ein "bedauerlicher Fehler" unterlaufen, sagte ein C&A-Sprecher der "Waz" und der "Taz".

Wie kam es dazu?

Zuerst hatte eine Twitter-Nutzerin auf die Ähnlichkeit hingewiesen. Ihr Vorwurf: Hat C&A sich bewusst bei einem Neonazi-Label inspirieren lassen?

C&A bestreitet das. Wie es zu dem Schriftzug kam, erklärt das Unternehmen aber auch nicht. Die Ähnlichkeit des Schriftzuges sei dem Unternehmen nicht bewusst gewesen, schreibt C&A auf Twitter. Die Firma positioniere sich "klar gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus".

Passieren solche Fauxpas auch anderen Unternehmen?

Zara und H&M sind in der Vergangenheit mit ähnlichen Patzern aufgefallen:

  • Zara bot 2014 Babykleidung in KZ-Optik an, auf der Brust platzierte das Unternehmen gar einen gelben Stern.
  • 2007 hatte Zara bereits eine Handtasche mit Hakenkreuz-Aufdrucken verkauft.
  • H&M lichtete einen schwarzen Jungen in einem Pulli mit dem Aufdruck "Coolest Monkey in the Jungle" ab. Schnell warfen Kritiker, dem Unternehmen Rassismus vor.

In diesem Fall dürften sich vor allem zahlreiche Nazi-Divisionen über die kostenlose Verbreitung ihrer Symbolik gefreut haben. C&A verspricht nun, aus dem peinlichen Vorfall lernen zu wollen: "Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, unsere Design-, Schulungs- und Freigabeprozesse nochmal zu überprüfen", heißt es in dem Statement.


Tech

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Drei Fragen und Antworten zum Datenleck bei Google Plus

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Durch die Software-Panne hätten App-Entwickler auf den Namen, die E-Mail-Adresse sowie Informationen über Beschäftigung, Geschlecht und Alter von Nutzern zugreifen können, räumte Google am Montag ein. Um andere Daten gehe es nicht. Der Fehler sei im März 2018 entdeckt und umgehend behoben worden, hieß es. Die Lücke bestand aber bereits seit 2015, wie als erstes das "Wall Street Journal" berichtete.