Zwei Fragen, zwei Antworten

Was ist passiert?

Bushido, 40, Beruf: durch und durch Rapper. Jetzt kommt ein weiterer Job dazu: Ab Montag moderiert er bei dem Berliner Radio 98.8 KISS FM die Morgensendung. Von Montag bis Freitag ist er dann in den frühen Stunden des Tages zu hören, live, immer von 6 bis 10 Uhr. 

"Ich wollte schon immer meine eigene Radioshow und die hab ich mir jetzt gegönnt", zitierte der Sender Bushido. 

Wie ist Bushido an den Job gekommen?

Die Frage stellt sich vor allem deswegen, weil Bushido doch eigentlich einen Job hat: Er hat gerade ein neues Album rausgebracht, "Mythos". 

Fast zeitgleich gaben er und seine Frau dem Magazin "Stern" ein Interview, in dem die beiden darüber sprachen, wie sehr sie offenbar unter dem Clanchef Arafat Abou-Chaker gelitten haben. Jahrelang standen sie offenbar unter dem Einfluss Abou-Chakers.

Bushido, aber nicht vorm Moderatorenmikro, sondern vor dem Kriminalgericht Moabit.

(Bild: Getty Images)

Als das Interview veröffentlicht wurde, war schnell klar: Für Bushido ist die Debatte um seine Verbindungen in die organisierte Kriminalität womöglich willkommene PR (SPIEGEL ONLINE). Hat geklappt: Mit dem neuen Album eroberte er auf Anhieb die Spitze der deutschen Charts

Jetzt gibt es noch mehr PR. "Wenn Deutschlands bekanntester Rapper bei mir anruft und sagt: York, ich habe Bock auf die Morningshow, dann sage ich nicht nein", sagte der Programmdirektor des Berliner Radios, York Strempel. Wie jeder neue Mitarbeiter habe Bushido jetzt erst einmal Probezeit und dann "gucken wir mal", sagte Strempel. 

Bushido und KissFM kennen sich bereits von einem früheren Projekt: 2015 wollte der Rapper dem Sender das längste Interview aller Zeiten geben. Der Versuch glückte: Mit 32 Stunden Interview am Stück stellte Bushido einen neuen Weltrekord auf:

Mit Material von dpa


Future

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