Bild: Bundeswehr
Warum die Bundeswehr jetzt "Multitarn" trägt

Die Bundeswehr hat sich ein neues Outfit verpasst. Multitarn, ein sandiges, grobes Outfit Es soll die Soldaten besser in – nun ja – sandigen, groben Einsatzgebieten schützen. Es hat "Flecken in Dunkelgrün, Hellgrün und Braun. Dazu Beige und Grau auf größeren Flächen und ein paar helle Tupfer". Das zumindest schreibt die Bundeswehr-eigene Zeitung "aktuell".

Das neue Outfit war bereits vor drei Jahren vom Verteidigungsministerium bestellt worden, ab Mitte diesen Jahres sollen Spezialeinheiten damit ausgerüstet werden ("FAZ"). An der richtigen Anordnung der Farbflecken tüftelten Textilchemiker vom Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe (Wiweb).

Wozu braucht die Bundeswehr den Multitarn?

Bislang liefen die Soldaten mit fünf Farben herum, drei davon waren dunkle Grüntöne – perfekt, um den deutschen Mischwald zu verteidigen oder durch die Lüneburger Heide zu robben. Mittlerweile sind deutsche Soldaten aber am Hindukusch oder im Nordirak im Einsatz. Hier ist die Uniform in Braun, Beige und Grau entscheidend: "Mit dem Muster erhält man eine sehr gute Tarnwirkung in Regionen mit geringem bis mäßigem Grünanteil", sagte ein Chemiker des Wiweb der Bundeswehrzeitung.

Soll heißen: Beigefarbene Soldaten fallen im afghanischen Gebirge weniger auf als dunkelgrüne.

Gab es nicht schon ein Wüstenoutfit?

Ja, den Drei-Farb-Tarn, bestehend aus Sandfarben, Braun und ein bisschen Grün. Der ist zwar gut geeignet, um sich in wirklich kahlen Landschaften in den Sand zu knien – fällt aber auf, sobald Häuser oder Sträucher ins Spiel kommen. Der neue Multitarn ist nicht so gelb wie die Drei-Farb-Tarn und nicht so grün wie der alte Flecktarn, sondern eine Kompromisslösung aus beidem. (augengeradeaus.net)

Test-Verstecken in Afghanistan: Ganz links der aktuelle Sandtarn, ganz rechts der neue Multitarn.(Bild: Bundeswehr)
Krieg wird heute über Drohnen geführt. Wozu braucht ein Soldat noch Tarnung?

Auch wenn westliche Staaten mittlerweile vom Computer aus töten, gibt es immer noch Missionen mit Bodentruppen. Die Bundeswehr ist aktuell an 17 Auslandseinsätzen beteiligt, darunter in Afghanistan und im Nordirak, in Mali und im Sudan, vor der Küste Libanons und Somalias. (Überblick auf bundeswehr.de)

In diesen Krisengebieten wird asymmetrisch gekämpft. Das heißt: Es stehen sich nicht einfach zwei gegnerische Parteien gegenüber, sondern mehrere Gruppen befinden sich in einem unübersichtlichen Konflikt miteinander. Milizionäre, Aufständische, Rebellen und Terroristen. Die können zwar auch mit Nachtsichtgeräten ausgerüstet sein, manchmal ist es aber auch nur ein Fernglas von eBay. Und schon ist eine Tarnuniform wieder nützlich.

Und wenn es mal schneit?

Dann gibt es den ebenfalls neuen Schneetarn:

Die Augen, Matsch: Hier liegt ein weiterer Soldat.(Bild: Bundeswehr)

Haha

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