Bild: dpa/Gero Breloer

Die 275 Fälle werden aktuell vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) untersucht, dem Geheimdienst der Bundeswehr. Das gab das Verteidigungsministerium nach einer Anfrage der Linkspartei bekannt ("Handelsblatt"). 

Manche der rechtsextremen Taten werden bereits seit 2011 untersucht, die meisten sind seit 2016 aktuell. In den ersten Monaten 2017 kamen insgesamt 53 neue Fälle hinzu. 

Was genau sind die "rechtsextremen Taten"?
  • Bei den Vergehen handelt es laut der Auskunft des Verteidigungsministeriums oft um Propagandadelikte wie rassistische Kommentaren im Internet. 
  • In einem Fall habe ein Soldat Flüchtlinge angegriffen, nachdem er sie gefragt hatte, ob sie Christen oder Muslime seien. 
  • Mehrere Soldaten riefen etwa "Sieg Heil!" oder zeigten den Hitler-Gruß.
Wie reagiert die Bundeswehr?

In mehreren Fällen sei es zu Entlassungen oder Geldstrafen gekommen. In verschiedenen Fällen hätten die Soldaten jedoch weiterhin Zugang zu Waffen. In sechs Fällen wurden gerichtliche Disziplinarverfahren eingeleitet. ("Handelsblatt")

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, nannte den Umgang der Bundeswehr mit Rechtsextremen "hochproblematisch": 

"Wer sich als Hitler-Fan entpuppt, muss aus der Bundeswehr rausfliegen"

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Einfach eine junge Frau, die einem Rassisten die Stirn bietet

Am Wochenende waren im englischen Birmingham Anhänger der "English Defence League" zusammengekommen. Die EDL entstand aus der Hooligan-Szene und gilt als rechtsextreme Organisation, in Großbritannien versucht sie vor allem gegen Flüchtlinge und Muslime Stimmung zu machen.

Die jüngste Demonstration wurde für die Rechten jedoch zum PR-Problem. Nur aufgrund dieses einen Fotos: