Die AfD sitzt seit Dienstag im Bundestag. Und damit geraten ihre Abgeordneten mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. 

Nun hat jemand versucht, den Wikipedia-Eintrag eines AfD-Abgeordneten zu schönen – aus dem Netz des Bundestags heraus.

Es geht zunächst um den 77-jährigen Wilhelm von Gottberg. Er gilt als Holocaust-Leugner. Und genau das wollte jemand nicht in einem Wikipedia-Eintrag veröffentlicht sehen.

Laut der "Zeit" hat Gottberg den Massenmord an den europäischen Juden als "Mythos" und als "wirksames Instrument zur Kriminalisierung der Deutschen und ihrer Geschichte“ bezeichnet. Darauf wurde in nun in einem Wikipedia-Artikel über einen anderen AfD-Abgeordneten Bezug genommen, Bernd Baumann.

Baumann hatte die erste AfD-Rede im Bundestag gehalten, statt Gottberg. 

Das erklärt der Artikel kurz – und bezeichnet Gottberg dabei als "rechtsextremen Holocaust-Relativierer".

Das Projekt bundesedit hat bemerkt, wie jemand von einem Bundestags-Rechner diese Passage ändern wollte:

Derjenige hatte versucht, die Passage in "rechtskonservativ" zu ändern. Es fiel jedoch direkt auf:

Das Team von bundesedit überprüft, ob jemand von IP-Adressen des Bundestags oder eines Landtags Wikipedia-Einträge verändert. Passiert das, wird es sofort getwittert. 

Was das Team jedoch nicht feststellen konnte: Wer genau die Änderungen vorgenommen hat. Es könnte ein AfD-Abgeordneter gewesen sein – aber auch ein besonders wohlwollender Grünen-Politiker.

Nutzer bei Wikipedia haben den Eintrag wieder zurückgesetzt – der "rechtsextreme Holocaust-Relativierer" bleibt bestehen.


Grün

Rewe schafft Plastikbeutel für Obst und Gemüse ab

Wer häufiger bei Rewe einkauft, hat sich vielleicht auch schon darüber gewundert: An der Kasse finden Kunden nur noch Papiertüten oder Jutebeutel, Plastiktüten hat die Supermarkt-Kette im vergangenen Jahr abgeschafft.

An der Obst- und Gemüsetheke gibt es allerdings immer noch Plastiktüten – diese kleinen, dünnen Beutel, mit denen man Erdbeeren oder Kartoffeln daran hindert, in der Tasche herumzupurzeln. 

Von denen nehmen sich viele Kunden beim Einkauf gleich mehrere mit. Und produzieren bei ihrem Einkauf so trotzdem Plastikmüll.

Diesen Widerspruch scheint Rewe jetzt auch erkannt zu haben: Das Unternehmen kündigte jetzt an, den Verbrauch eben dieser dünnen "Knotenbeutel" reduzieren zu wollen.