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Die Große Koalition im Bundestag hat den Syrien-Einsatz der Bundeswehr mit 445 Ja-Stimmen beschlossen.

Die Regierung will bis zu 1200 Soldaten in den Einsatz schicken. Sechs Aufklärungsflugzeuge des Typs Recce-Tornado, ein Tankflugzeug, Satellitentechnik sowie eine Fregatte sollen den Kampf gegen den "Islamischen Staat" unterstützen.

Die Opposition kritisierte die geplante Aufklärungsmission. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht warnte, dass die Luftangriffe den "Islamischen Staat" nicht stoppen, sondern zu noch mehr Terror führen würden.

Krieg macht alles nur noch schlimmer.
Sahra Wagenknecht, Linkspartei

Anton Hofreiter von den Grünen sagte, der Einsatz könne zehn Jahre oder länger dauern. Es fehle ein Konzept für eine politische Lösung. Das sei kein verantwortliches Handeln.

Luftangriffe allein sind doch keine Strategie.
Anton Hofreiter, Grüne
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen(Bild: dpa)

Nach den Anschlägen in Paris hatte sich Präsident François Hollande mehr deutsches Engagement gewünscht. Am Donnerstag hatte das britische Parlament Luftangriffe auf den "Islamischen Staat" in Syrien beschlossen. Eine von den USA angeführte Koalition bombardiert schon länger Stellungen des "Islamischen Staates".