Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Überwachungskameras haben bislang keinen islamistischen Terroranschlag in Deutschland verhindert. Das hat die Bundesregierung offiziell mitgeteilt. Nachgefragt hatte die Fraktion der Linken im Bundestag. Sie wollte wissen, ob Kameras in der Vergangenheit "maßgeblich" geholfen hätten, Terroranschläge zu verhindern. Die Bundesregierung schrieb jetzt zurück:

Die bisher in der Bundesrepublik Deutschland verhinderten Anschläge, die von Tätern des islamistisch-terroristischen Spektrums geplant und vorbereitet wurden, sind nicht maßgeblich aufgrund von Videoüberwachungssystemen vereitelt worden. (Netzpolitik.org)
Welche Rolle spielten Kamerabilder beim Anschlag von Berlin?

Schon bei der Fahndung nach dem Terrorverdächtigen von Berlin hatten Kamerabilder wenig geholfen. Erst kam heraus, dass Bilder aus Berlin überhaupt nicht den gesuchten Anis Amri zeigten. Dann tauchten richtige Bilder aus Bahnhöfen in halb Europa auf – allerdings erst, nachdem der Verdächtige bereits bei einer Schießerei in Mailand getötet worden war.

Darum sind Überwachungskameras gerade wieder ein Thema

Schon vor dem Anschlag von Berlin wurde bekannt, dass die Große Koalition mehr Videoüberwachung im Alltag plant. Sportplätze, Einkaufszentren und Clubs sollen künftig leichter überwacht werden können. Außerdem will die Regierung in Zukunft Auto-Kennzeichen automatisiert kontrolliert lassen (Tagesschau).

Das Bundesinnenministerium begründete das geplante Gesetz damals damit, dass Anschläge wie in Ansbach und München im vergangenen Jahr in Zukunft verhindert werden sollten. Davon, dass die Anschläge mit mehr Kameras aber auch verhindert worden wären, wollte die Bundesregierung auf Nachfrage jetzt plötzlich nichts mehr wissen:

"Die Bundesregierung nimmt zu spekulativen Fragen keine Stellung."

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Facebook weiß ziemlich genau, was auf deinen Fotos zu sehen ist
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