Bild: dpa/Friso Gentsch
Die Abbruchrate im Westen Deutschlands ist höher, als im Osten.

Jeder Dritte, der den Bundesfreiwilligendienst beginnt, bricht ihn vor Ende des Jahres ab. Zwischen Juli 2011 und März 2018 haben rund 99.000 so genannte "Bufdis" ihren Dienst vorab beendet, das entspricht einer Abbruchquote von 32 Prozent. Das ergab eine Anfrage der Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement der Linken, Katrin Werner, bei der Bundesregierung. Die Zahlen des Bundesfamilienministeriums liegen der Saarbrücker Zeitung vor. 

Die Abbruchrate ist im Westen Deutschlands höher als im Osten. 

So quittierten in den alten Bundesländern 35 Prozent der Dienstleistenden frühzeitig, während es im Osten nur 26 Prozent waren.

Zu den Abbruchgründen der Bufdis macht das Ministerium keine Angaben.

Viele Studienbewerberinnen und -bewerber überbrücken aber mit dem Bundesfreiwilligendienst die Zeit bis zur Zusage des Studienplatzes oder einer Ausbildungsstelle. Damit könnte die hohe Abbruchquote also zusammenhängen. Ein anderer Grund könnte das sehr geringe "Taschengeld" in Höhe von maximal 390 Euro sein. 

Der Bundesfreiwilligendienst ersetzt seit 2011 den Wehrdienst und den Zivildienst, seitdem haben 307.000 Männer und Frauen sich dazu entschlossen, den 12 Monate dauernden Dienst zu absolvieren. (SPIEGEL ONLINE)


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