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Ein Flüchtling aus Syrien bewirbt sich bei einem Autohaus nahe Bonn. Er hat Abitur und spricht gut Deutsch, im Autohaus will er eine Ausbildung machen. Der Chef hatte ihn höchstpersönlich zur Bewerbung ermutigt.

Doch dann wird er abgelehnt. Im Schreiben empfiehlt ihm ein Mitarbeiter ziemlich rüde, doch nach Syrien zurückzugehen (bento). Der Brief wird im Netz herumgereicht – die Belegschaft hat sich entschuldigt, die Haltung hinter dem Brief, passe nicht zum Unternehmen. 

Trotzdem feiern im Internet Dutzende Flüchtlingsgegner die Absage. Einig sind sich die Rechten trotzdem nicht. Einige sind wütend, weil sich das Unternehmen inzwischen entschuldigt hat.

In den Rezensionen auf Google ist daher eine Debatte um die Bewertung des Autohauses entbrannt: Verdient die Firma nun nur einen Stern – oder gar fünf Sterne?
  • Die 5-Sterne-Rezensenten:

Sie haben ihre Rezensionen vor allem verteilt, als die Entschuldigung des Autohauses noch nicht bekannt war. Manche loben den "mutigen" Verfasser der Absage. Er spreche die "Wahrheit" aus:

Die Rezensenten scheinen zum Teil wahre Syrienexperten zu sein. Auch wenn im Land noch Bomben fallen (hier ordnen wir aktuelle Eindrücke aus dem Land ein), sie sind sich sicher: Der Krieg ist vorbei!

Andere Flüchtlingsgegner loben, wie "standhaft" der Mitarbeiter sei, der Flüchtlingen ihren Fluchtgrund erklärt hat:

  • Die 1-Stern-Rezensenten:

Sie wissen bereits, dass es "personelle Konsequenzen" geben soll – und finden das gar nicht gut. Im Unternehmen seien nur "Bücklinge", menschenverachtend sei an der Zurück-in-den-Krieg-Empfehlung nichts:

Andere wiederum wissen scheinbar ganz genau, was in Syrien los ist – und dass "sogenannte Flüchtlinge" in Deutschland nichts zu suchen haben:

Andere wünschen dem Unternehmen bereits die "Pleite":

Unter die vermeintlichen Beschützer der Wahrheit mischen sich noch Kommentatoren, die das Autohaus für seine vermeintlich rassistische Haltung herabvoten.

Das Ergebnis: Im Schnitt 2,6 Sterne.

Zum Nachlesen: Darum ging es ursprünglich


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