Die humorvolle Antwort auf den Terror

Wenn sich vor ihrem Fenster etwas Außergewöhnliches ereignet, greifen Menschen nach ihrem Handy, fotografieren und schreiben darüber in sozialen Medien.

Wenn vor ihrem Fenster die Brüsseler Polizei großangelegte Razzien gegen mutmaßliche Unterstützer der Paris-Attentäter durchführt, ist Fotografieren und Posten keine gute Idee. So können mögliche Terroristen auf Twitter minutengenau nachverfolgen, wo die Polizei gerade zuschlägt und sich in Sicherheit oder in Stellung bringen.

16 Menschen nahm die belgische Polizei bei der Aktion fest. (bento) Während der #brusselslockdown lief, bat der belgische Verteidigungsminister Steven Vandeput, keine Posts über die Polizeiaktion zu verschicken.

Stumm bleiben ist aber keine ausgeprägte Qualität unter Twitter-Nutzern. Sie fanden ihr eigenes Mittel, um verräterische Posts quasi verschwinden zu lassen: Katzenbilder.


Niemand weiß, ob die mutmaßlichen Terroristen den Hashtag #brusselslockdown überhaupt verfolgten. Aber ist es nicht eine herrliche Vorstellung? Islamisten warten in ihrem Versteck vor dem PC auf Informationen, die ihnen bei der Flucht helfen können. Und werden überschwemmt mit tausenden Katzenfotos.