Bild: dpa/Andrew Milligan
Und will deshalb jetzt höflichst einen Austritt erbitten.

Das hat die schottische Erste Ministerin Nicola Sturgeon der britischen Regierung nun in einem Brief mitgeteilt (SPIEGEL ONLINE). Mit dem Brief beantragte Sturgeon am Freitag offiziell ein Unabhängigkeitsreferendum für Schottland. "Das schottische Volk muss das Recht haben, über seine eigene Zukunft zu entscheiden", schrieb sie.

Das schottische Parlament hatte am Dienstag für ein Referendum über eine Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich gestimmt. Es soll im Herbst 2018 oder spätestens im Frühjahr 2019 stattfinden – alle Schotten dürften dann darüber entscheiden.

Damit das Ergebnis allerdings rechtsverbindlich ist, muss die Regierung in London dem Referendum zustimmen. Großbritannien muss also sein Okay geben, damit sich Schottland eventuell von Großbritannien trennen kann.

Worum geht es eigentlich?

Großbritannien hat gerade den Austritt aus der Europäischen Union beantragt – es will nicht länger im Bund mit den anderen EU-Staaten sein (bento). Davon erhofft sich die britische Regierung wirtschaftliche Vorteile.

Allerdings ist Großbritannien selbst ein Staatenbund, bestehend aus England, Wales, Schottland und Nordirland. Vor allem England wollte den Brexit, Nordirland und Schottland waren dagegen.

Wenn Schottland nun wirklich Großbritannien verlässt, bringt das neue Probleme für den Inselstaat. Sowohl innenpolitisch wie auch in den Brexit-Verhandlungen mit der EU – denn die britische Regierung kann nur gut verhandeln, wenn sie möglichst geschlossen auftritt.

Wie realistisch ist der Austritt?

Die britische Premierministerin Theresa May ist natürlich dagegen – sie will den Brexit ohne Probleme über die Bühne bringen. Sie hatte bereits angekündigt, dass sie die Schotten jetzt nicht gehen lassen will. Sturgeon schrieb hingegen im Brief, sie habe "keine rationalen Gründe", es zu verbieten. (BBC)

Doch selbst, wenn die Erlaubnis kommt: Ob sich die Schotten für einen "Scexit" entscheiden, ist noch unklar. Bereits 2014 gab es ein Referendum. Damals stimmten die meisten für einen Verbleib in Großbritannien.


Retro

Ein Herz für Retro-Gamer: "Thimbleweed Park" ist endlich auf dem Markt
Nur echt von den Machern der "Monkey Island"-Reihe

Zurück in die Achtziger: Das Point-and-Click-Adventure "Thimbleweed Park" ist jetzt zum Download verfügbar. Das Spiel ist ein grobpixeliges Retrogame, ganz nach dem Vorbild der berühmten "Monkey Island"-Reihe. Logisch, entwickelt wurde es von den Schöpfern des kultigen Piraten-Adventures, Ron Gilbert und Gary Winnick.

"Thimbleweed Park" ist bislang für PC, Mac, Linux und Xbox One verfügbar. Versionen für iOS und Android sollen folgen. Das Spiel war von Fans gewünscht und wurde crowdfinanziert: