Bild: Christopher Furlong / Getty Images

Boris Johnson will nicht britischer Premierminister werden. Der frühere Bürgermeister von London hatte für den Brexit gekämpft. Eigentlich gingen alle davon aus, dass er gerne an Stelle von David Cameron Regierungschef werden würde. Danach sah es bisher auch aus: Schließlich waren die Briten seinem Wahlkampf gefolgt – und hatten für den Brexit gestimmt (bento I). Und David Cameron hatte nach dem Referendum seinen Rücktritt angekündigt (bento II).

Doch Boris Johnson mag nicht mehr.

Er werde nicht für den Vorsitz der konservativen Partei kandidieren, erklärte er am Donnerstag. Als Grund nennt er die Umstände im Parlament.

Der künftige Premierminister hat keine leichte Aufgabe: Er muss sich überlegen, wie er mit dem Referendum zum EU-Austritt umgeht. Meldet er bei der EU den Austritt an? Fragt er vorher nochmal das britische Parlament? Und zerbricht dann nicht Großbritannien, weil Schottland und Nordirland sich lossagen?

Gleichzeitig drängen EU-Parlament und EU-Kommission die Briten zum schnellen Exit (bento III). Auch Frankreich will, dass die Briten den Ausstieg zu lange hinauszögern.

So könnte der Brexit doch noch verhindert werden:

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Lass uns Freunde werden!


Gerechtigkeit

"Männer ändern sich, wenn Frauen Geld nach Hause bringen."
Fünf Thesen zur Integration und ein Projekt in Hamburg

Bei kaum etwas ist man sich in Deutschland so einig, wie darin, dass Menschen aus anderen Kulturen sich integrieren sollten. Das klingt dann auch immer ganz simpel – als käme es dabei nur auf die Bereitschaft der betroffenen Menschen an. Einfach rausgehen, unter Deutsche mischen, und alles ist geritzt.

Dass es vor allem für Frauen sehr viel komplizierter sein kann, als es im ersten Moment klingt, wird einem bewusst, wenn man nachfragt – zum Beispiel bei den Teilnehmerinnen des LuTZi-Projektes in Bergedorf. Diese leben oft schon seit Jahren in Deutschland – in einem Hamburger Stadtteil mit überdurchschnittlichem Ausländeranteil und hoher Arbeitslosigkeit. Den finalen Schritt aus ihrer kulturellen Nische und vor allem ins Arbeitsleben schaffen sie erst jetzt – dank LuTZi, wo sie mit PC-Kursen, Workshops und persönlichen Gesprächen unterstützt werden. Und vor allem dank ihres festen Entschlusses, "lieber selbstständig zu sein, als immer nur zuhause zu sitzen," wie eine Teilnehmerin es zusammenfasst.

Wenn man sich mit diesen Frauen aus ganz verschiedenen Kulturen unterhält, kommt man unter Umständen auf fünf Thesen zur Integration.

Thesen wie diese hier: