Bild: Imago/ Montage: bento

Es gibt Orte in Bremen, an denen stinkt's gewaltig: Seit einigen Monaten werden Häuserfassaden, Fenster oder Türen in der nordischen Großstadt mit Kot beworfen oder beschmiert. (Weser Kurier

Was ist passiert?

Vor allem der Bremer Stadtteil Vegesack ist betroffen: Die Häuser einiger Straßen in diesem Viertel werden regelmäßig Opfer der Kot-Attacken. Eine oder mehrere Personen werfen in Zeitungspapier verpackte Fäkalien gegen Wände oder beschmieren sie, bestätigte die Polizei gegenüber bento.

Das Planungsbüro "M-Projekt" hat es schon dreimal getroffen, der örtliche Sportverein hat mittlerweile ganze 250 Vorfälle gezählt – und 25-mal Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet. 

Was für die einen lustig klingen mag, ist es für die anderen schon lange nicht mehr: Immer wieder müssen Reinigungsfirmen beauftragt werden, die jede einzelne Kot-Entfernung in Rechnung stellen. Wenn der Putztrupp ausrückt, kostet das zwischen 300 und 400 Euro, berichtet der "Weser Kurier".

Wer macht sowas – und warum?

Das ist unklar. Die Bremer stellen bislang nur Vermutungen an: Vielleicht ist der Täter jemand, den es stört, dass die Mannschaften des Sportvereins in Vegesack neuerdings auch abends und sonntags trainieren? Oder es ist jemand, der was gegen Neubauten hat? Sowohl das Planungsbüro, als auch eine Villa, die neulich von dem Kot-Werfer heimgesucht wurde, sind erst kürzlich sanierte Gebäude.

Irgendjemand bewirft Bremen mit Kot – aber warum? (Bild: Imago)

Die Geschäftsführer von Planungsbüro und Sportverein haben schon versucht, den Täter mit einer Kamera ausfindig zu machen – und auf einem Foto ist tatsächlich eine Person zu erkennen, die gerade ein Kot-Bündel schleudert. Allerdings nur von hinten. 

Das alles sei wirklich gar nicht schön, sagte eine Sprecherin der Bremer Polizei zu bento.

Die Aktionen würden schnell und leise durchgeführt, deswegen sei es schwer, den Täter zu überführen. Man wolle nun weitere Anwohner befragen, um Zeugen zu finden.


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