Bild: dpa/Arne Immanuel Bänsch

Boxerinnen, die ein Kopftuch tragen, soll es in Zukunft auch möglich sein, international Kämpfe bestreiten zu dürfen. Das hat die AIBA (International Boxing Association), der Weltverband des Olympischen Boxsports, beschlossen.

In einer offiziellen Mitteilung, die im Rahmen eines in Istanbul stattfindenden Vorstandstreffens herausgegeben wurde, heißt es: 

"Die Bekleidungsregeln wurden auf den neuesten Stand gebracht. Es wird möglich sein, Sport-Hidschabs zu benutzen, sofern das aus religiösen Gründen erwünscht ist. Außerdem wird es auch möglich sein, in Ganzkörperanzügen anzutreten, die die Farben der jeweiligen Länder berücksichtigen." (AIBA)

Zahlreiche Boxerinnen haben sich für diese neue Regelung eingesetzt.

Ganz vorne mit dabei: Zeina Nassar, Deutsche Box-Meisterin in der Gewichtsklasse 57 Kilogramm. Auch in Deutschland war das Boxen mit Kopftuch lange nicht erlaubt, bis ihre Trainerin extra eine Änderung der Wettkampfbestimmungen erzwingen konnte.

„Neben dem Ring gab es aber noch die Herausforderung, überhaupt als Boxerin mit Kopftuch anerkannt zu werden.“
Zeina Nassar

Auf Facebook zeigte sich Zeina zufrieden mit der Entscheidung der AIBA:

"Die International Boxing Association hat das Tragen von Sport-Hijabs in internationalen Kämpfen endlich genehmigt! Ein großer Gewinn für mich, ein großer Gewinn für Frauen auf der ganzen Welt."



Gerechtigkeit

Das hat Greta Thunberg Angela Merkel zu sagen
Greta so: Können wir bitte einfach wieder über den Klimawandel reden?

Angela Merkel hat sich am Wochenende skeptisch über Klima-Aktivistin Greta Thunberg geäußert, jetzt kontert die Schwedin. Die Aufmerksamkeit werde schon wieder von den Inhalten des Protests weg gelenkt, sagte sie uns. 

"Es ist interessant: Immer wenn die Schulstreiks als Thema aufkommen, reden fast alle politischen Führer und viele Journalisten über alles mögliche – außer über den Klimawandel."

Worum geht es in der Debatte?

Zurzeit gehen Tausende Schülerinnen und Schüler in Europa jeden Freitag für den Klimaschutz auf die Straße. Die Greta Thunberg hat die "Fridays for Future"-Bewegung angestoßen.

Doch Angela Merkel scheint so viel Engagement bei jungen Menschen irgendwie verdächtig zu finden. In einer Rede deutete sie an, es müsse "äußere Einflüsse" für so eine Bewegung geben – und rückte den Schülerprotest so in die Nähe russischer Propaganda-Kampagnen. Diese Aussage sorgte für Verwunderung. 

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sprach Merkel über die Gefahren von "hybrider Kriegsführung", mit der vor allem Russland gezielt Propaganda und Desinformation verbreite. Dann kam sie auf die Schülerinnen und Schüler zu sprechen, die derzeit für Umweltschutz streiken. Wörtlich sagte sie: