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Boris Johnson fiel schon immer auf, weil er lauter und dreister war, als andere britische Politiker. Als Korrespondent für den "Daily Telegraph" berichtete er regelmäßig aus Brüssel über die EU – die Artikel waren teilweise völlig frei erfunden. Und auch später hat er sich als Londons Bürgermeister regelmäßig unbeliebt gemacht und gegen Politiker anderer Länder ausgeteilt.

Hier eine Auswahl seiner Pöbeleien:
1. Barack Obama
(Bild: Getty Images)

In einer Kolumne für die britische Boulevardzeitung "The Sun" nannte Johnson Obama unter anderem "scheinheilig", weil dieser sich für einen EU-Verbleib von Großbritannien in der EU ausgesprochen hatte, obwohl sich die USA – laut Johnson – so etwas nie anschließen würden. Außerdem warf er Obama vor, einen Groll gegen Großbritannien zu hegen, wegen der ehemaligen britischen Kolonien in Kenia.

In der Slideshow – Das denken junge Briten über den Brexit:
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2. Hillary Clinton
(Bild: epa)

In seiner alten Heimatzeitung "Daily Telegraph" hatte Johnson schon 2007 über Hillary Clinton hergezogen. Der Anlass war ihre Bewerbung für die US-Präsidentschaft. Johnson fand nur wenig nette Worte für sie: "Sie hat blondierte Haare und einen Schmollmund und einen stahlblauen Blick, wie eine sadistische Krankenschwester in einer Irrenanstalt". Der Titel des Textes war trotzdem: "I want Hillary to be President."

3. Donald Trump
(Bild: dpa )

Man könnte meinen, dass Trump und Johnson viel gemeinsam haben: Beide gelten als Populisten, beide haben interessante Frisuren. Sympathischer macht das Trump für Johnson nicht. Im Gegenteil, Johnson meidet angeblich sogar gewisse Teile von New York, aus Angst, er könne Trump begegnen. Vielleicht mag er Trump auch einfach nicht, weil eine junge Frau in New York ihn mal mit "Gee, is that Trump?!" angesprochen hat. Das sei einer seiner schlimmsten Momente gewesen, sagt Johnson.

4. Recep Tayyip Erdogan
(Bild: dpa)

Nach dem Gedicht von Jan Böhmermann hat die britische Zeitschrift "The Spectator" einen Wettbewerb ausgerufen, wer das beste Gedicht über den türkischen Staatspräsidenten Erdogan schreiben kann. Gewonnen hat der ehemalige Chefredakteur – Boris Johnson! Der Fünfzeiler beschreibt Erdogan als jungen Mann aus Ankara, der ein "toller Wichser ist" und Sex mit einer Ziege habe.

5. Angela Merkel
(Bild: Getty Images)

Auch mit Angela Merkel hat Johnson sich angelegt. Ihre Entscheidung, Böhmermanns Schmähgedicht für eine Klage freizugeben, nannte Johnson "widerlich". Weiter heißt es: "Wie betäubt hat sie sich entschieden, vor Erdogan zu katzbuckeln, einem Mann, der langsam, aber sicher die türkische Freiheit unterdrückt".


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