Bild: Peter Kneffel/dpa
Sein oder nicht sein.

Boris Becker hatte bereits im April verkündet, er sei Diplomat der Zentralafrikanischen Republik. Vergangene Woche wurde dann auch klar, was ihm das überhaupt bringt: Als Attaché für Sport, Kultur und Humanitäres bei der EU-Vertretung des Landes, genießt er Immunität. 

Diesen Sonderstatus will er für sein Insolvenzverfahren nutzen. (bento) Als Diplomat darf er nämlich nicht in einem fremden Staat strafrechtlich verfolgt werden – in seinem Fall in England. Becker soll eine ganze Menge Schulden haben und deshalb zahlungsunfähig sein.

Doch nun könnte alles doch ganz anders zu sein:

In einem Interview mit der "Welt" sagte der Außenminister der Zentralafrikanischen Republik Charles-Armel Doubane am Montag: 

"Boris Becker ist kein offizieller Diplomat."

Auf Twitter hat Becker im April noch seine Ernennung zum Attaché öffentlich gemacht. 

Hier schüttelt er Präsident Faustin Archange Touadéra die Hand:

Der Außenminister sagte, er habe keine entsprechenden Dokumente unterzeichnet, die Beckers Diplomaten-Status bestätigen.

"Wir wollen nicht, dass Boris Beckers inoffizielle Position für unser Land mit seinen finanziellen Problemen assoziiert wird. Wir sagen klar, dass unser Land bei jeglichen rechtlichen Verfahren gegen Boris Becker die Justiz in keinerlei Weise behindern wird."

Ein hochrangiger Vertreter des Landes, Daniel Emery Dede, widerspricht dem Außenminister. Der Botschafter des Landes in Brüssel nennt Becker in einer Pressemitteilung einen vom Präsidenten ernannten Diplomaten. Der Außenminister sagte darauf, er habe diese Pressemitteilung nicht abgenickt.

Becker hat übrigens wiederholt gesagt, er sei nicht pleite. Und er halte die Entscheidung, ein Insolvenzverfahren gegen ihn einzuleiten, für ungerechtfertigt und ungerecht. Er mache die diplomatische Immunität geltend, um diese Farce zu einem Ende zu bringen – und um sein Leben wieder aufbauen zu können.


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Dänische Fußballer sammeln Geld, damit frischgebackener Papa zu seiner Familie fliegen kann
Im Privatjet ging es mal eben nach Hause.

Der dänische Fußballer Jonas Knudsen ist gerade Vater geworden – und das genau während der Fußball-WM in Russland. 

Doch der frischgebackene Papa musste nicht warten, um seine Tochter zu sehen: Seine Mannschaftskollegen haben kurzerhand ein wenig Geld in die Hand genommen und ihm einen Privatjet organisiert, mit dem er schnell zu seiner Familie geflogen wurde. (SPIEGEL ONLINE)