Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Auf Nazi-Demos soll sie gegen einen angeblichen Bevölkerungsaustausch gewettert haben – jetzt hat sie vorerst ihren Job verloren: In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Grundschullehrerin suspendiert worden, weil sie wiederholt an rechten Demos teilgenommen haben soll. Bis die Vorwürfe endgültig geklärt sind, darf sie nicht mehr unterrichten. (NDR)

Für die Linke reicht das allerdings nicht. Sie fordert, dass die Lehrerin endgültig entlassen wird. Die bildungspolitische Sprecherin Simone Oldenburg sagte dem NDR: "Eine Lehrerin, die nicht für eine freiheitliche, demokratische Wertevermittlung steht, ist nicht in der Lage, Kinder und Jugendliche zu offenen und toleranten Menschen zu erziehen." 

Auch die Landesregierung hat auf die Vorwürfe reagiert, will allerdings noch abwarten:

"Der geordnete Unterricht an der Schule hat für uns höchste Priorität."
Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD)
Was wird ihr vorgeworfen?

Nach Recherchen des NDRs soll die Lehrerin in den vergangenen Jahren immer wieder auf rechten Demos aufgetreten sein. Zuletzt am 6. Mai bei einer von Neonazis angemeldeten Demo in Boizenburg, die unter dem Motto "Zukunft sichern und Zusammenhalt stärken – wir zeigen Gesicht gegen diese BRD!" stand. 

Fotos von der Kundgebung zeigen sie hinter einem Banner mit der Aufschrift "Volksgemeinschaft supergeil - Für ein Volk ohne Zinsen!" und im Gespräch mit der Landeschefin der NPD-Frauenorganisation.

Bei der Kundgebung trat die Frau offenbar auch als Rednerin auf und sprach zu den rund 60 anwesenden Nazis über den angeblichen Austausch der deutschen Bevölkerung. Die Themen Zinsen, "Volksgemeinschaft" und "Umvolkung" sind beliebte Motive der rechten Szene.

Nach NDR-Angaben war sie in der Vergangenheit auch als Ordnerin für die AfD tätig – die Partei bestreitet immer wieder, Kontakte zur rechtsextremen Szene zu haben.

Warum ist die private Meinung der Lehrerin ein Problem?

Dass sich die Behörden für die Meinung der Frau interessieren, hat vor allem mit ihrer Arbeit als Lehrerin zu tun. Auch wenn sie selbst nichts strafbares gesagt hat, könnte ihr Auftritt deshalb weitere Konsequenzen haben. 

Denn besonders für Beamte gilt, dass sie auch im privaten Auftreten den Staat repräsentieren und deshalb zurückhaltend sein sollen. Für Lehrer gilt dies besonders. Gut möglich, dass der Nazi-Auftritt deshalb ihr letzter als Lehrerin war.


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