Bild: dpa/Alvaro Barrientos

Rund um das Europa-League-Spiel gegen Spartak Moskau ist es in der baskischen Stadt Bilbao zu schlimmen Ausschreitungen gekommen. Dabei kam ein Polizist ums Leben, er starb offenbar an einem Herzinfarkt.

Schon vor dem Spiel war es zu Kämpfen zwischen den Fans von Athletic Bilbao und Spartak Moskau gekommen. Die Polizei konnte die Fangruppen der spanischen Zeitung "El Mundo" zufolge trennen, dann sackte der Polizist plötzlich in sich zusammen. Seine Kollegen konnten ihn nicht wiederbeleben.

Rund 200 Fans aus Russland hatten sich im Vorfeld der Begegnung eine brutale Straßenschlacht mit Ultras des baskischen Klubs geliefert. Offenbar waren viele der 3000 russischen Fans ohne Tickets angereist und wollten trotzdem ins Stadion eindringen.

Videos auf Twitter zeigen das Ausmaß der Kämpfe.

Spanischen Medienberichten zufolge sollen die Fans unter anderem mit Golfbällen und Flaschen aufeinander geworfen haben.

Die Videos zeigen auch Raketenbeschuss, wer genau auf wen geschossen hat, ist schwer zu erkennen.

Insgesamt wurden offenbar fünf Menschen verletzt.

Die Polizei nahm neun Ultras fest. (El País)

Schon vor dem Spiel hatte die baskische Polizei die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, weil sie Ausschreitungen befürchtet hatte. Eine Schule in Bilbao hatte den Eltern sogar geraten, ihre Kinder nicht zum Unterricht zu bringen.


Today

So wütend kontert Cem Özdemir die AfD-Hetze gegen Deniz Yücel

Der Bundestag wird die Regierung nicht auffordern, einen Text des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel zu missbilligen. Ein entsprechender Antrag der AfD wurde mehrheitlich abgelehnt: 77 Abgeordnete stimmten für den Antrag, 552 dagegen.

Die Debatte verlief emotional, vor allem, weil die AfD mit dem Antrag die Pressefreiheit in Deutschland angegriffen hatte.

AfD-Politiker Gottfried Curio zitierte ausführlich aus zwei alten Texten Yücels. Einer davon war satirisch gemeint (hier mehr dazu). In dem anderen hatte Yücel den SPD-Politiker Thilo Sarrazin beleidigt. Ein Gericht verurteilte die Zeitung zu einer Geldstrafe, Yücel entschuldigte sich für den Text.