Hosen runter!

Heutzutage hat ja jede Bushaltestelle und jede Frittenbude WLAN. Selbst die Deutsche Bahn hat diesen Schritt inzwischen geschafft. Doch einen Ort hat der Breitbandausbau bisher noch nicht erreicht: den Mars.

Doch dummerweise behauptete die Youtuberin Bibi von Bibis Beauty Palace in einer ARD-Quizshow genau das. 

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Julian a.k.a. Julienco war sie in einer Promi-Ausgabe "Quizduell" mit Moderator Jörg Pilawa zu Gast. Der wollte von den beiden wissen, was es nachweislich auf dem Mars gebe. Zur Auswahl standen WLAN, Öko- und Atomstrom, fließendes Wasser und Fußbodenheizung. Schweregrad der Frage: eher nicht so schwer.

Dennoch geriet das Paar ins Straucheln. Neulich, so Bibi, habe sie nämlich eine Anzeige für ein Haus auf dem Mars gesehen, und da habe auch WLAN dringestanden. Also: Antwort A wie "Autsch".

Hier die Szene im Video:

Dieser Ausschnitt verbreitete sich auf Twitter rasant. Denn natürlich freuen sich nun alle, bestätigt zu bekommen, was sie ohnehin schon immer wussten: Influencer sind strunzedoof.

Inzwischen hat wohl das gesamte Internet Bibis Gehirnaussetzer gesehen. Und für alle, die ihn noch nicht gesehen haben, legen jetzt noch sämtliche Nachrichten-Websites nach: "Peinlich", "Blamage", "Fremdscham" ist dort zu lesen.

Aber ist das fair? 

Zugegeben, die Antwort rangiert auf der Skala von dämlich bis schlau ungefähr bei einem nasepopelnden 7-Jährigen. Aber man muss Bibi zugute halten, dass sie immerhin eine Begründung hatte (auch wenn die ebenfalls wahnsinnig großer Quatsch war). Und dass sie schon selbst ahnte, dass die Antwort vermutlich falsch ist (auch wenn es dann noch unverständlicher ist, warum sie sie überhaupt gegeben hat).

Noch viel wichtiger: Was weiß man schon über den Mars?

Dieser Planet ist wahnsinnig weit weg. Keiner von uns war je da. Und selbst die schlausten aller schlauen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wissen noch nicht so wahnsinnig viel über den Planeten. Also ist es irgendwie auch nicht sooo verwunderlich, dass Beauty-Bloggerin Bibi keine Ahnung hat, was in dieser roten Steinwüste so abgeht.

Und – Hand aufs Herz – wie viel weißt DU persönlich über den Mars?

Wenn du dir da auch nicht so sicher bist, kannst du ja mal unser Quiz machen. Wir verraten auch keinem, wenn du verkackst. Auch nicht Jörg Pilawa.

Check dein Wissen über die Mars-Basics!

Quelle für die Quizfragen: NASA


Gerechtigkeit

Wenn das Bafög nicht reicht, soll man in eine billigere Stadt ziehen? Schlechte Idee, Frau Bildungsministerin
Von wegen Chancengleichheit

Die Bildungsministerin Anja Karliczek findet es vertretbar, dass Bafög-Studierende – also diejenigen, die staatliche Unterstützung für ihre Ausbildung erhalten – in billigere Universitäts-Städte ziehen. Das sagte sie in einem SPIEGEL-Interview

Ich finde, das ist eine schlechte Idee.

Was hat Anja Karliczek genau gesagt?

Der Satz fiel in einem Interview über die Erhöhung des Bafögs, die im Herbst 2019 ansteht: Sowohl die Höchstförderung als auch der Elternfreibetrag sollen steigen, und in diesem Zuge auch die Wohnpauschale von 250 Euro auf 325 Euro. 

Auf die Anmerkung der Interviewerin, dass auch 325 Euro für die Miete in Städten wie Köln, Hamburg, München oder Stuttgart nicht reichen würden, antwortet Karliczek: "Man muss ja nicht in die teuersten Städte gehen." Es gäbe hervorragende Hochschulen in Gegenden, in denen das Wohnen nicht so teuer sei.