Bild: Polizei Berlin
Was ist passiert?

Nach dem brutalen Angriff auf eine Frau in der Berliner U-Bahn-Station Hermannstraße hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Es konnte "ein mutmaßlicher Begleiter des 'Treppenschubsers' identifiziert werden", teilte Martin Steltner von der Staatsanwaltschaft Berlin mit. Der Mann werde derzeit vernommen.

Warum ist das wichtig?

Die Polizei hatte seit Donnerstag nach Verdächtigen gesucht. Eine Aufnahme der Überwachungskameras haben im Internet inzwischen Millionen Menschen aufgerufen. Darauf ist zu sehen, wie ein unbekannter Mann der 26-jährigen Frau unvermittelt in den Rücken tritt. Die Frau fällt daraufhin eine Treppe hinab und bricht sich einen Arm. Drei weitere Männer beobachten die Tat – und gehen einfach weiter.

Der unvermittelte Angriff und vor allem auch das Video löste eine Debatte über Gewalt im öffentlichen Raum aus. Ein anonymer Geschäftsmann will nach Informationen von "B.Z." und "Welt" 10.000 Euro ausgeben, um das Opfer zu entschädigen und die mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen.

Auch der Berliner Bodyguard Michael Kuhr bietet 2000 Euro "Kopfgeld" für "Namen und Adresse von diesem Bastard", schrieb er auf Facebook.

Da kommt mir beim Frühstück die Galle hoch, wenn ich das lese! Ich bezahle ein "Kopfgeld" in Höhe von 2.000,- € für den...

Posted by Michael Kuhr Security on Sunday, December 11, 2016
Wer hat das Video veröffentlicht?

Die Polizei hatte ursprünglich nicht vor, das Video zu verbreiten und eine öffentliche Fahndung auszulösen. Sie schließt nicht aus, dass ein Polizist das Video weitergegeben hat. Das verstoße gegen das Datenschutzgesetz, sagte eine Polizeisprecherin (Berliner Zeitung).


Art

Diese Frauen erzählen, wie ihr Job in der Sexindustrie aussieht
Die Fotografin Julia Fullerton-Batten hat sie gebeten, sich zu öffnen

Wie problematisch es ist, einen Beruf zu verurteilen, den man selbst nie gemacht hat, lernte Julia Fullerton-Batten schnell. "Ich weiß kaum was über die Sexindustrie", sagt die Fotografin aus Großbritannien. "Nur, dass sie mit sehr vielen Vorurteilen behaftet ist. Viele denken zum Beispiel, dass Menschen, die in diesem Berufsfeld arbeiten, das grundsätzlich nicht freiwillig machen."