Alte Rollenbilder sind eben doch nicht in Stein gemeißelt.

Berlin hat einen neuen Polizeipräsidenten: Mit Barbara Slowik übernimmt sechs Wochen nach der Kündigung von Klaus Kandt ein neues Gesicht das Amt. Das teilte das Polizeipräsidium nun auch über Twitter mit.

Bei der Ankündigung der neuen Personalie erlaubte sich der der Twitter-Account allerdings einen kleinen Spaß. Mit einer (hochprofessionellen) Fotomontage korrigierten die Polizisten eine althergebrachte Inschrift: Wo eigentlich "Der Polizeipräsident in Berlin" zu sehen war, steht nun dank ein paar roter Farbstriche "Polizeipräsident*in Berlin".

Warum auch grundsätzlich männlich?

Natürlich ändert sich der offizielle Titel der Amtes bis auf Weiteres nicht. Trotzdem zeigt der Tweet auf, wie selbstverständlich männliche Vorherrschaft in öffentlichen Ämtern war und ist. Sie war – im wahrsten Sinne des Wortes – in Stein gemeißelt.

Barbara Slowik soll nun an der Spitze einer großflächigen Erneuerungskampange stehen. Ihr Vorgänger Klaus Kandt wurde vor sechs Wochen entlassen, weil der Berliner Senat ihm ernste Veränderung nicht mehr zutraute. 

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Die Führung der Akademie übernimmt fortan zum Beispiel Tanja Knupp. Barbara Slowik ist allerdings nicht die erste Präsidentin im Amt: Bereits 2012 stand mit Margarete Kopper in Berlin eine Frau an der Spitze.


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