Bild: Stiftung Berliner Mauer
Diese Bilder zeigen, was heute davon übrig ist.

Auch 29 Jahre nach dem Fall der Mauer gibt es noch Teile des einstigen "antifaschistischen Schutzwalls", die nicht von Streetart-Künstlern besprüht, zu Souveniren kleingeklopft oder vor dem Springer-Hochhaus aufgestellt wurden. In Berlin-Mitte haben Spaziergänger ein 20 Meter langes Mauer-Stück entdeckt, das bis jetzt vergessen wurde.

Bekanntgegeben wurde der unerwartete Fund laut RBB am 57. Jahrestag des Mauerbaus von einem Mitglied des Bezirkstadtrats Mitte.

Ich war total überrascht, dass es noch Unentdecktes gibt.
Ephraim Gothe, SPD-Bezirksstadtrat in Mitte

So sieht das vergessene Stück der Mauer nach 29 Jahren aus:

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Was passiert jetzt mit der Mauer?

Die Stiftung Berliner Mauer hat die Echtheit des Abschnitts inzwischen bestätigt. Der rund 20 Meter lange Mauerabschnitt sei bereits in die Denkmalliste eingetragen worden. Damit stehe er jetzt unter Schutz. Das Schicksal anderer Mauerabschnitte, die kommerziell genutzt oder abgebaut wurden, dürfte dem Fund damit vorerst erspart bleiben. 

Vor allem das macht den neuen Fund heute vermutlich besonders. 

David Hasselhoff vor einem anderen Stück der Berliner Mauer.(Bild: Daniel Naupold/dpa)

In Berlin und Umgebung werden immer wieder noch unentdeckte Abschnitte der früheren innerdeutschen Grenze entdeckt. 

Erst Anfang des Jahres hatte ein Hobby-Forscher einen 80 Meter langen Abschnitt entdeckt. Er wurde offenbar nach 1989 nur versehentlich nicht abgerissen. Insgesamt war die Berliner Mauer knapp 160 Kilometer lang. 


Gerechtigkeit

"Mein Name war eine Grenze": Warum Nico seinen Nachnamen änderte

Nico Haj Rahmatollahi – ja, mein alter Name ist schwer zu lesen. Und noch schwerer auszusprechen. 

Das war manchmal lustig, aber meistens nervig: Jedes Mal, wenn neue Lehrer die Klassenliste durchgingen, habe ich Panik in ihren Augen gesehen. Auf fast jedem Brief an mich war mein Name falsch geschrieben. Bei Starbucks habe ich schon hysterisches Gelächter an der Kasse ausgelöst.

Seit meiner Schulzeit hatte ich ab und an das Gefühl, kein "Deutscher erster Klasse" zu sein: