Bild: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa

Vergangene Woche hat der US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt (bento). Trump bezeichnete das als Weg in Richtung "Frieden" – tatsächlich demonstrieren seither täglich wütende Palästinenser gegen die Entscheidung. In Israel kam es zu Ausschreitungen. (bento)

Auch in Berlin gingen pro-palästensische Demonstranten auf die Straße - und zeigten ihre Wut auf Trump, indem sie Israel-Flaggen verbrennen.

Rund 2500 Menschen zogen von Neukölln nach Kreuzberg. Die Polizei sicherte die Demo mit 300 Beamten. Trotzdem konnten Demonstranten eine Israel-Flagge, auf dem der Davidstern zu sehen war, anzünden. (Der Tagesspiegel)

  • Es ist bereits der zweite Vorfall: Auch am Freitag waren bei einer Demonstration an der US-Botschaft am Brandenburger Tor zwei Flaggen Israels verbrannt worden. Zehn Menschen wurden festgenommen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat das Verbrennen am Sonntag scharf kritisiert. "Wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel auf diese beschämende Weise beleidigt werden", sagte de Maizière der "Bild".

Andere Politiker schlossen sich an. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, Antisemitismus und Rassismus werde er auf Demonstrationen nicht dulden. (Der Tagesspiegel)

Was die Flaggen-Verbrenner anscheinend nicht kapiert haben: Wer gegen Trumps Entscheidung auf die Straße geht, ist ein Demonstrant. Wer dabei den Davidstern anzündet, ist einfach nur: ein Antisemit.

Today

Uno-Botschafterin der USA fordert: Trump-Anklägerinnen sollten gehört werden

Mindestens zehn Frauen werfen Donald Trump sexuelle Belästigung vor. Die Vorfälle sollen sich vor längerer Zeit abgespielt haben. 

Reagiert hat das Weiße Haus auf die Vorwürfe bislang so: Das amerikanische Volk habe sich im November 2016 für Trump als Präsidenten entschieden – und damit die Vorwürfe zu den Akten gelegt. (SPIEGEL ONLINE)