Bild: dpa/Jens Büttner
Sie gingen mit Reizgas auf ihn los.

Robert "Schinkel" Timm, einer der Köpfe der Berliner Identitären, ist am Dienstagabend in Kreuzberg vor einem Dönerladen angegriffen worden. Der 26-Jährige sollte von einem Video-Team des TV-Senders 3sat für eine Doku interviewt werden, als drei Unbekannte auf ihn einschlugen und ihn mit Reizgas besprühten.

Timm bestätigte den Vorfall später auf Twitter:

Timm leitet die Berlin-Brandenburg-Abteilung der Identitären. Die Gruppe wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft, versucht sich aber in ihren Aktionen stets bürgernah zu geben. Erst vergangene Woche konnten Aktivisten eine Demo der Rechtsextremen verhindern (bento).

Wer sind die Identitären?

Die "Identitäre Bewegung" sind vom Verfassungsschutz beobachtete Rechtsextreme, die seit 2012 in Deutschland aktiv sind. Der Verfassungschutz geht von etwa 600 Aktiven aus (Tagesschau). Flüchtlinge und Zuwanderer islamischen Glaubens werden von den "Identitären" diffamiert. Ihre Ablehnung umschreiben sie als "Ethnopluralismus", was sich mit "Ausländer raus" übersetzen lässt. Führende Mitglieder stammen aus rechtsextremen Organisationen oder der Kameradschaftsszene (bento).

Hier beleuchten wir das Netzwerke der Identitären genauer – und hier haben wir zwei führende Vertreter getroffen.

Die drei Angreifer konnten auf Fahrrädern flüchten. Timm wurde vor Ort ambulant versorgt – jetzt ermittelt der Staatsschutz gegen die Unbekannten (Berliner Morgenpost).


Gerechtigkeit

Italien will Flüchtlingsbooten die Einfahrt in Häfen verbieten
Falls die EU das Land nicht besser unterstützen will.

Italien hat damit gedroht, Schiffe mit geretteten Migranten nicht mehr in seine Häfen anlaufen zu lassen. Den Booten von ausländischen Hilfsorganisationen könnte die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt werden, sollte es nicht mehr Unterstützung von der EU geben, hieß es aus Regierungskreisen in Rom (SPIEGEL ONLINE).

Italien will so den Druck auf die EU erhöhen – um mit den ankommenden Geflüchteten nicht allein gelassen zu werden.