Die Berliner AfD suchte und suchte, aber vergebens: Hierzulande wollte niemand Plakate für sie gestalten. Nach SPIEGEL-Informationen wurden die Parteistrategen erst im Ausland fündig.

Weil die Berliner AfD für ihre Werbekampagne keine deutsche Agentur finden konnte, musste sie sich Hilfe aus dem Ausland besorgen. "Wir hatten erhebliche Schwierigkeiten, eine Werbeagentur in Deutschland zu bekommen", bestätigt Landeschef Georg Padzerski dem SPIEGEL. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

AfD-Werbung(Bild: AfD)

Die Werbeleute hatten seiner Meinung nach Sorge, durch einen Auftrag für die AfD andere Kunden zu verprellen. Wer die Kampagne nun erdacht hat, wollte Padzerski nicht sagen, nur so viel: Die Agentur stamme aus dem deutschsprachigen Ausland.

Für die Plakate, mit der sie ihren Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus befördern will, hat die rechtspopulistische Partei ein fünfstelliges Budget bereitgestellt.

In der vergangenen Woche hatte die AfD im Berliner Wahlkampf bereits mit einem Kiffer geworben, der sich über Sozialhilfe für seinen Dealer beschwert, und einem schwulen Paar, das über die angebliche Homophobie von Muslimen klagt. Demnächst soll auf den Plakaten eine sportliche blonde Frau folgen, die auf die Kölner Silvester-Übergriffe anspielt – und sogar eine Muslimin, allerdings ohne Kopftuch.

Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


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