Und erzählt, was ihr passierte.

Sie musste einen Alkoholtest machen, ihre Fingerabdrücke wurden genommen, mehrere Stunden lang blieb sie in Gewahrsam – und das alles nur wegen eines Missverständnisses. So erzählt es jetzt zumindest die 73-jährige Aktivistin Irmela Mensah-Schramm. 

Am Sonntag war sie gegen die rechtspopulistische AfD auf die Straße gegangen. Polizisten hatten sie vorübergehend festgenommen, weil sie einem Platzverweis nicht nachgekommen sei (bento). 

Nun hat sich die 73-Jährige zu ihrer Festnahme geäußert – und will vielleicht Strafanzeige stellen.

Irmela Mensah-Schramm sagte, sie habe sich mit zwei Polizistinnen verständigt, in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs stehen zu dürfen. Dort trug die Aktivistin ein Plakat mit der Aufschrift "A – bartig. F – ies, D – ämlich". (taz)

Kurz darauf forderten sie drei andere Polizisten auf, zu gehen. Mensah-Schramm wollte nicht – mit Verweis auf die Absprache mit den anderen Beamten. Also wurde sie abtransportiert. 

Sie zerrten "mich brutal hoch und legten mir grob Handschellen an", sagte Mensah-Schramm über die Festnahme. 

Alle drei Polizisten hätten "extrem aggressiv" gewirkt. Dann musste sie einen Alkoholtest machen, mehrere Fotos wurden von ihr gemacht. Die Polizei Berlin wollte sich auf Nachfrage von bento bislang nicht äußern. Die beteiligten Beamten würden noch befragt, hieß es.

Ich wurde wie eine Schwerverbrecherin behandelt.
Irmela Mensah-Schramm

Die Aktivistin setzt sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus ein. Sie wurde vor allem bekannt, weil sie in ganz Deutschland rassistische Graffitis und Aufkleber von Wänden und Laternen entfernt, sie fotografiert, dokumentiert und ihre Sammlungen auch ausstellt. Sie wurde bereits mit mehreren Friedenspreisen ausgezeichnet.

Sie erwäge nun, eine Dienstaufsichtsbeschwerde sowie Strafanzeige gegen die Polizisten zu stellen, sagt Mensah-Schramm.


Haha

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