"Diesen ganzen Integrationsscheiß hinter sich lassen"

Mit 15 Jahren sah Lia Şahin bei TV-Total einen Beatboxer. Von da an übte sie es verbissen jeden Tag. 13 Jahre später hat sie es geschafft: Bei Rap For Refugees in Hamburg arbeitet sie als Beatbox-Lehrerin und will jungen Geflüchteten dabei helfen, selbstbewusster zu werden. 

Geflüchtete meint in Lias Verein nicht nur Menschen, die vor Krieg geflohen sind. Denn flüchten, so die Initiatoren, kann man vor vielem. Auch vor seinen eigenen Dämonen. Oder einem intoleranten Umfeld. 

So war es auch in Lias Fall. Was ihr Comingout mit ihrer Leidenschaft für Beatbox gemacht hat und was sie von den Kindern in ihrer Rap For Refugees-Gruppe gelernt hat, erzählt sie im Video.

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Junger Syrer wird von einer Gruppe verprügelt - weil er einen Davidstern trug
2 Fragen, 2 Antworten

In Berlin sollen zehn Personen gemeinsam einen Syrer verprügelt haben. Der Auslöser soll eine Halskette mit einem Davidstern gewesen sein, die der 25-Jährige um den Hals trug. Er ist der Polizei zufolge nach eigenen Angaben jüdischen Glaubens

Was ist passiert?

Der Mann soll in der Nacht zum Samstag die Gruppe in einem Park in Berlin-Mitte um Feuer für seine Zigarette gebeten haben. Das bekam er auch. Dann pöbelte ein Mann aus der Gruppe ihn an und nahm ihm die Zigarette aus dem Mund. Die beiden begannen zu streiten. Dabei soll der Mann den Davidstern an der Kette des 25-Jährigen entdeckt, ihm die Kette vom Hals gerissen und "antisemitische Schmähungen" geäußert haben, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. 

Schließlich soll er auf den Syrer eingeprügelt haben, bis dieser zu Boden ging. Als es dem Opfer anschließend doch gelang zu flüchten, rannte die Gruppe hinter ihm her, schlug und trat ihn. Passanten kamen dem 25-Jährigen zur Hilfe. Die Täter flüchteten.