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Die drei Hauptaussagen

Es ist dieser Tage ein Kreuz mit der CSU. Die Partei will im Herbst eine Landtagswahl in Bayern gewinnen, rutscht aber in den Umfragen nach unten. Die CSU-Politiker versuchen daher, Wähler für ihre Politik zu begeistern, Ministerpräsident Markus Söder daheim, CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer auswärts. 

Das passiert mit viel Aktionismus: In bayerischen Amtsstuben müssen nun Kreuze hängen, als Bekenntnis zum christlichen Abendland. An bayerischen Grenzen müssen nun Schutzsuchende gestoppt werden, als Bekenntnis zu weniger Nächstenliebe. 

Gegen den Kreuzerlass, vor allem aber gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik der CSU protestierten in der Vergangenheit immer mehr Kirchenvertreter. 

Nun sagt die CSU: Wir machen euren Job besser als ihr.

Was ist passiert?

Der CSU-Generalsekretär Markus Blume hat die Kirchenvertreter getadelt. Er sieht bei den Kirchen in Deutschland ein zu schwaches Eintreten für die christliche Botschaft. Das hat Blume im Interview mit dem "Fränkischen Tag" behauptet. (katholisch.de)

Seine Hauptaussagen:

  1. Die CSU vertrete "das Bekenntnis zur christlichen Prägung unseres Landes und seinen christlichen Werten oftmals offensiver" als die Kirchen.
  2. Die Kirchen seien zu abgehoben. Gemeinsam mit Medien und Politik werde "manchmal zu abstrakt aus einer Eliten-Perspektive darüber philosophiert, was unser Land zu tun hat".
  3. Aber die CSU und die Kirchen seien sich immer noch sehr nah, er würde Kirchenvertreter auch nicht als "Religionsfeinde und Selbstverleugner" bezeichnen. 

So hatte Blume zuvor jene bezeichnet, die gegen den Kreuzerlass protestieren wollten. Auch viele Kirchenvertreter in Bayern hatten die Maßnahme damals kritisiert.


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