Bild: dpa/ Carmen Jaspersen
Drei Fragen, drei Antworten

Schweinefleisch soll fast doppelt so teuer werden – das fordert zumindest der Vizepräsident vom Bauernverband in der Rheinischen Post

Warum fordern die Landwirte das?

Wegen des neuen Gesetzes zur Tierschutzhaltung, das 2019 kommen soll. Schweinefleisch müsse für die Verbraucher fast doppelt so teuer werden, damit die Bauern die neuen Auflagen erfüllen könnten, ohne bankrott zu gehen, sagt Vizepräsident Werner Schwarz.

Worum gehts bei den neuen Tierschutzauflagen?

Ab dem kommenden Jahr sollen Ferkel vor der Kastration betäubt werden. Außerdem sollen die Bauern den Platz für die einzelnen Sauen in ihren Ställen vergrößern

Sind Ferkel nicht kastriert, kommt es beim Erhitzen des Fleisches zu einem von vielen als eklig empfundenen Ebergeruch. Der soll durch die Kastration ausgeschlossen werden. 

Bisher war es üblich, dass Landwirte die Tiere kurz nach ihrer Geburt ohne Betäubung kastriertenTierschützer kritisierten das seit Jahren, weil es für die Ferkel schmerzhaft und quälend sei. Mit Beginn des nächsten Jahres soll diese – sowieso nur geduldete Praxis – nicht mehr erlaubt sein (Spiegel Online). 

Die Betäubung vor der Kastration kostet allerdings Geld – ein Tierarzt muss kommen und die Ferkel in Vollnarkose legen, anschließend kastrieren. Dem Bauernverband zufolge kostet das etwa sechs Euro pro Tier, je nach Größe des Betriebes. (Rheinische Post)

Der Bauernverband kritisierte nun, dass viele Menschen sich zwar eine bessere Haltung der Schlachttiere wünschten, aber oft nicht bereit seien, dafür mehr Geld auszugeben.

Die Menschen wünschen sich die frei laufende Sau unter dem blühenden Apfelbaum - können oder wollen das aber oft nicht bezahlen.
Werner Schwarz​ vom Bauernverband

Weiter sagt er: "Sie empfinden keinen Mehrwert, wenn sie für weniger Fleisch mehr Geld bezahlen sollen." Wenn das Fleisch mehr koste, habe der Verbraucher keinen direkten Nutzen davon.  

Wie viel kostet Schweinefleisch denn gerade?

Das Kilo gewürztes Schweinefleisch lag im Mai im Bundesdurchschnitt bei 7,19 Euro, im Vorjahr bei 7,14 Euro. 

Noch ist unklar, ob das neue Gesetz zur Tierschutzhaltung 2019 tatsächlich kommt – und die Bauern die Ferkel wirklich vor der Kastration betäuben müssen. Denn das bayerische Landeskabinett will sich im Bundesrat gegen das Gesetz stellen. (bento)

Mit Material von dpa


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