Bild: Getty Images/Sean Gardner
Was wir über den mutmaßlichen Täter wissen.
Was ist passiert?

Ein Mann hat in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana drei Polizisten getötet und drei weitere verletzt. Einer schwebt offenbar in Lebensgefahr. Anschließend erschossen Polizisten den Täter. Der Bürgermeister der Stadt sprach davon, dass der Täter die Polizisten per Telefon in einen Hinterhalt gelockt habe (SPIEGEL ONLINE).

Was wissen wir über den Täter?

Nach Berichten von US-Medien hat die Polizei den Täter als den 29-jährigen Schwarzen Gavin L. identifiziert. Demnach habe der ehemalige Marinesoldat US-Armee im Irak gedient und stamme aus Missouri.

Gavin habe regelmäßig in Sozialen Medien gepostet, er soll einen Podcast und ein Twitterprofil unter dem Namen "Cosmo" betrieben haben. Dort habe er unter anderem den Mann, der vor eineinhalb Wochen in Dallas fünf Polizisten erschossen hatte, als "einen von uns" bezeichnet.

Gavin L. wegen der Polizeigewalt gegen Schwarze frustriert gewesen zu sein. In einem Tweet schrieb er von Gewalt als einer möglichen Lösung und von seiner Furcht, dass seine "people" ausgelöscht werden könnten.

In seinem letzten Post am Sonntagmorgen, nur Stunden bevor die Polizisten erschossen wurden, schrieb er:

"Nur weil du jeden Morgen aufwachst, heißt das nicht, dass du lebst. Und nur weil du deine physische Gestalt abstreifst, heißt das nicht, dass du tot bist."

Was passierte vorher in Baton Rouge?

In Baton Rouge hatte ein Polizist Tage zuvor den schwarzen CD-Verkäufer Alton Sterling erschossen. Nach diesem und einem anderen Vorfall Minnesota protestierten Menschen landesweit gegen Polizeigewalt und Rassismus.

(Bild: Getty Images/Gerald Herbert-Pool)

Bei einer dieser Demonstrationen hatte ein Schwarzer in Dallas fünf weiße Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen. Als Motiv soll er Hass auf weiße Polizisten angegeben haben.

Wie reagiert Obama?
Bild: Getty Images/Leigh Vogel
Weiße Anführungszeichen
"Angriffe auf Polizisten sind Angriffe auf uns alle."

US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat. Er habe "in den vergangenen Tagen viel mit Vertretern der Polizeibehörden zu tun gehabt. Das ist schon zu oft passiert."

Die Antwort darauf dürfe aber nicht aus Beleidigungen oder Anschuldigungen bestehen. "Wir müssen unsere Worte mäßigen und unsere Herzen öffnen", sagte er im Weißen Haus.

Trotz des unverhohlenen Seitenhiebs des Präsidenten hielt sich Donald Trump nicht an die mahnenden Worte. "Wie viele Polizeibeamte und Menschen müssen noch sterben, weil es unserem Land an Führungskraft mangelt?", schrieb der Präsidentschaftskandidat. "Wir fordern Recht und Ordnung."

Am Montag beginnt der Parteitag der US-Republikaner in Ohio. Schon am Sonntagabend protestierten Menschen friedlich gegen Donald Trump. Die Behörden haben nach dem Anschlag in Nizza die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verstärkt. (SPIEGEL ONLINE)

Lass uns Freunde werden!


Trip

Erkennst du diese berühmten Gebäude an einem kleinen Ausschnitt?

Der Sommer ist auf dem Weg zu uns (ganz bestimmt), die letzten Klausuren und Klassenarbeiten sind bald geschrieben, der Urlaub kann kommen. Es ist Zeit, sich die Sonne auf die Matte scheinen zu lassen und sich fremde Städte und ihre Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Die Frage ist: wie genau schaust du wirklich hin?