Bild: Bodo Marks/dpa
Ermittler gehen nun von einer islamistischen Tat aus.

Am Freitag stach ein 26-Jähriger im Hamburger Stadtteil Barmbek mit einem Messer wahllos auf Passanten ein, ein Mann kam dabei ums Leben (bento). Nun hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Erste Erkenntnis: Ein "radikal-islamistischer Hintergrund der Tat" liege nahe. (SPIEGEL ONLINE)

Bei dem Täter handelt es sich um Ahmad A., der als Flüchtling nach Deutschland gekommen war. Am Freitagnachmittag hatte er auf einer belebten Einkaufsstraße Passanten angegriffen. Mehrere Menschen stellten sich ihm entgegen und konnten ihn überwältigen, die Polizei nahm A. fest.

Was bekannt ist:
  • Ahmad A. stammt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und kam nach Behördenangaben im März 2015 als Flüchtling nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. (SPIEGEL ONLINE)
  • Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sagte am Freitagabend, er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil Ausweispapiere fehlten. (SPIEGEL ONLINE)
  • Hamburgs Innensenator Andy Grote teilte am Samstag mit, der mutmaßliche Angreifer sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen. Er sei vor der Tat als Islamist eingeschätzt worden. Eine "unmittelbare Gefährlichkeit" habe man aber nicht gesehen. (FAZ)
  • Laut Bundesanwaltschaft hat A. allein gehandelt – seine Tat wurde also höchstwahrscheinlich nicht von einer Terrorgruppe wie dem "Islamischen Staat" geplant oder beauftragt. 
  • Laut den Ermittlern hat sich A. rasch radikalisiert und hoffte, durch das Attentat "als Märtyrer zu sterben". Die Erkenntnisse haben die Ermittler von ersten Vernehmungen mit dem inhaftierten A. (SPIEGEL ONLINE)
  • Er sitzt wegen Mordes und versuchten Mordes in Untersuchungshaft.
Was bislang nicht bestätigt ist:
  • Einige Zeugen hatten berichtet, dass der Täter bei dem Angriff "Allahu Akbar" gerufen habe. Andere hatten davon nichts gehört. Bestätigt wurde bislang nichts.
  • Augenzeugen berichteten verschiedenen Medien, A. habe unter psychischen Problemen gelitten und regelmäßig Drogen genommen. Auch darüber gibt es noch keine offizielle Aussage. (SPIEGEL ONLINE)

Warum es so schwierig ist, Islamisten zu überwachen:


Gerechtigkeit

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