Bild: Helmut Fohringer / epa / dpa
3 Fragen, 3 Antworten

Es ist die erste bestätigte Sichtung im Mittelmeer seit mehr als 30 Jahren: In der Nähe der Baleareninsel Cabrera ist am Donnerstag nach Angaben von Meeresbiologen ein fünf Meter großer Weißer Hai gesichtet worden. 

Was ist passiert?

Immer wieder gab es Hinweise darauf, dass es noch Weiße Haie im Mittelmeer gibt, Beweise gab es allerdings nie. Bis jetzt.

In den vergangenen Jahren gab es mögliche Sichtungen, die nicht bestätigt wurden, und verschiedene Gerüchte, aber dies ist die erste wissenschaftliche Bestätigung für die Präsenz eines Weißen Haies in spanischen Gewässern seit mindestens 30 Jahren

Das teilte das spanische Meeresforschungszentrum Alnitak unter Leitung des Biologen Ricardo Sagarminaga van Buiten auf seiner Facebook-Seite mit:

Avistamiento histórico de TIBURÓN BLANCO EN AGUAS BALEARES! Esta mañana del jueves 28 de junio de 2018 a las 10 horas,...

Gepostet von Alnitak - Conservation in Action am Donnerstag, 28. Juni 2018

Der Weiße Hai sei von zehn Besatzungsmitgliedern aus fünf Ländern gesehen, fotografiert und gefilmt worden. Und zwar gut 70 Minuten lang.

Woher kommt der Weiße Hai?

Mit einer durchschnittlichen Länge von etwa vier Metern und einer maximalen Länge von über sieben Metern gehört er zu den größten Haiarten und der in den Balearen gesichtete Hai zu einem der etwas größeren Exemplare.

Weiße Haie gibt es weltweit in nahezu allen Ozeanen, auch ins Mittelmeer sind sie eingewandert, wurden aber schon lange nicht mehr gesehen. 

Cabrera, wo der aktuelle Weiße Hai gesehen wurde, ist eine der kleineren Balearen-Inseln. Sie ist nur knapp 16 Quadratkilometer groß und liegt südlich von Mallorca. Von dort fahren auch Ausflugsboote nach Cabrera.

Was bedeutet das für meinen nächsten Urlaub?

  • Nichts. Weiße Haie sind immer im Mittelmeer unterwegs, wir sehen sie nur so selten. (Sharknewz)
  • Da es Weiße Haie außerdem kühl mögen (am liebsten um die 15°C), schwimmen sie meistens eher tief. Im Sommer befindet sich die sogenannte Thermokline, der Grenzbereich zwischen warmem Oberflächen- und dem kälteren Tiefenwasser, in 40 bis 50 Meter Tiefe. Normalerweise kreuzen die Weißen Haie dann unterhalb dieser Schicht. (DerStandard)
  • Für Urlauber besteht also keine besondere Gefahr. Die Seite "Sharkprotect" schreibt, dass es in den letzten 200 Jahren gerade einmal 37 dokumentierte Weißhai-Angriffe auf Menschen gegeben habe – 17 davon gingen tödlich aus.  "Die Wahrscheinlichkeit im Mittelmeer Opfer eines Angriffs durch einen weißen Hai zu werden, ist äußerst gering." (Sharkprotect)
  • Wer unbedingt einen Weißen Hai sehen möchte, kann im Mittelmeer Glück haben, sollte aber eher nach Südafrika, Kalifornien in den USA oder nach Australien reisen. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, auf einen Weißen Hai zu treffen. (Sharknewz)

Mit Material von dpa


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