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Was ist passiert?
(Bild: Mapbox / bento)

Am Dienstagmorgen gegen 6.40 Uhr sind in der Nähe von Bad Aibling in Bayern zwei Regionalzüge frontal zusammengestoßen. Mehrere Waggons kippten um. Laut Polizei sind dabei neun Menschen ums Leben gekommen, darunter die beiden Lokführer und zwei Zugbegleiter. Eine zehnte Person starb im Krankenhaus. 140 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Das Unglück ereignete sich in der Nähe eines Klärwerks zwischen Bad Aibling und Kolbermoor.

Die Züge der Marke Meridian gehören zur Bayerischen Oberlandbahn. Sie waren in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Die Strecke Rosenheim – Holzkirchen, die sogenannte Mangfalltalbahn, ist eingleisig. Wie es dazu kommen konnte, ist bisher unklar. Es könnten sowohl technische als auch menschliche Fehler gewesen sein.

Mehr als hundert Rettungskräfte waren im Einsatz. Verletzte wurden mit mehreren Hubschraubern in Krankenhäuser bis nach München gebracht. Dabei halfen auch Hubschrauber aus Österreich. Um kurz nach 11 Uhr hieß es von Seiten der Rettungskräfte, dass die Bergung von Verletzen abgeschlossen sei. Alle Verletzten seien versorgt.

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Wie läuft die Bergung?

Der Einsatz der Rettungskräfte gestaltete sich schwierig: Der Unglücksort liegt in einem Waldstück in einer Kurve. Die beiden Zügen haben sich durch den Aufprall ineinander verkeilt. Der Blutspendedienst München ruft Menschen in der Region dazu auf, Blut für die Verunglückten zu spenden.

Wer saß in den Zügen?

Bei den Passagieren handelt es sich offenbar größtenteils um Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit waren. In Bayern sind gerade Schulferien, ansonsten wären in dem Zug wohl auch Schüler auf dem Weg nach Bad Aibling gewesen.

Was sind das für Züge?

Die beiden verunglückten Zügen gehören zur Bayerischen Oberlandbahn, die im Besitz des französischen Konzerns TransDev ist. Die Bayerische Oberlandbahn verbindet München mit mehreren Städten in den Alpen (Bayrischzell, Lenggries und Tegernsee).

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