Bild: dpa/ Peter Knebel

Die Ursache für das Zugunglück in Bad Aibling mit elf Toten und mehr als 80 Verletzten ist vermutlich menschliches Versagen. Gegen den Fahrdienstleiter sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese in einer Pressekonferenz.

Der Mann habe zunächst zu den Vorfällen geschwiegen. Am Montag sei er dann von den Ermittlern vernommen worden. Ihr vorläufiges Ergebnis: Ohne sein Fehlverhalten wäre es nicht zu dem Unglück gekommen. Das Zugunglück sei aber nicht vorsätzlich herbeigeführt worden, sagte Giese. Deshalb werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. (Bayerischer Rundfunk)

Der Fahrdienstleiter verfügt über mehrere Jahre Berufserfahrung und befindet sich zur Zeit an einem nicht bekannten Ort, um ihn vor der Öffentlichkeit zu schützen. "Ihm geht es nicht gut", sagte der Staatsanwalt. Auf fahrlässige Tötung stehen bis zu fünf Jahre Haft. Für ein technisches Versagen gibt es laut Staatsanwaltschaft keinerlei Anhaltspunkte. (SPIEGEL ONLINE)

Am vergangenen Dienstag waren die beiden Nahverkehrszüge auf einer eingleisigen Strecke bei Bad Aibling frontal zusammengeprallt. Dabei kamen elf Menschen ums Leben. Es handelte sich um zwei Züge eines privaten Unternehmens, die zwischen Holzkirchen und Rosenheim fahren.

1/12

bento-Newsletter Today