Bild: dpa / Florian Simbeck

So geht Faschingsgaudi in Bayern: Tausende Zuschauer jubelten am Sonntag in Reichertshausen und Steinkirchen im Landkreis Pfaffenhofen beim Gaudiwurm, dem jährlichen Karnevalsumzug. Mit dabei: Ein Panzer mit der Aufschrift "Ilmtaler Asylabwehr" und "Asylpaket III".

Die Lokalzeitung berichtet, dass sich die Empörung in Grenzen hielt. Stattdessen winkten sie "den jungen Leuten auf dem Panzer genauso wie den anderen Teilnehmern zu".

Faschingsumzug in Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen (Bayern)(Bild: dpa / Florian Simbeck)

Es ist nicht das erste Mal, dass der Panzer auf dem Gaudiwurm rollt. Im vergangenen Jahr habe sich jeder über das tolle Gefährt gefreut, sagte einer der Gaudiwurm-Verantwortlichen der Zeitung. Dass es dieses Jahr Kritik gibt, hat mit dem Internet zu tun: Ein SPD-Politiker veröffentlichte Fotos auf Facebook. Dort ärgern sich viele über die Symbolik.

Der "Donaukurier" hat bei den Panzerfahrern nachgefragt. Die wollen mit dem Kriegsgerät gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren. "Wir können das so nicht schaffen", sagte einer. Ein anderer warnte vor zu großen kulturellen Unterschieden: "Ich will nicht, dass wir uns hier in Deutschland verändern müssen. Mir gefällt es so, wie es ist."

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt prüft nun, ob sie ein Verfahren aufnimmt.

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