Der Wikileaks-Gründer Julian Assange bekommt hochrangige Rückendeckung: Nach Meinung eines Uno-Gutachtens wird der 44-Jährige willkürlich von Schweden und Großbritannien festgehalten. Das gab eine Uno-Expertengruppe für Menschenrechte am Freitag bekannt. (Hier das Statement)

Assange droht wegen der Enthüllungen von politischen Papieren in den USA lebenslange Haft. Darauf geht das Uno-Gutachten allerdings nicht ein, sondern befasst sich mit einem Haftbefehl, den Großbritannien für Schweden vollstrecken soll. In Schweden soll Assange wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs befragt werden. Zwei Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe verfolgen die schwedischen Behörden nicht mehr, weil die Vorfälle zu lange zurückliegen.

Assange selbst nennt die Anschuldigungen eine Verschwörung. Seit 2012 lebt er unter politischem Asyl in einem Zimmer der ecuadorianischen Botschaft in London. Sollte er die Botschaft verlassen, will die britische Polizei ihn verhaften.

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Assange sagte am Donnerstag, er wolle sich stellen, so das Uno-Gutachten gegen ihn ausfällt.

Nun verlangt Assange auf Grundlage des Gutachtens, die Botschaft in London als freier Mann verlassen zu dürfen. Für die britische Polizei ist der Bericht allerdings nicht bindend. Wenn sie wollen, können sie ihn dennoch festnehmen.

Mehr Hintergründe zu Assange und seinem Fall findest du hier in unserem Explainer.

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