Bild: Gareth Cattermole/Getty Images
Drei Fragen, drei Antworten

Die Schauspielerin und "MeToo"-Aktivistin Asia Argento hat sich gegen den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gewehrt. Die "New York Times" hatte berichtet, dass Argento 2013 den 22-jährigen Schauspieler Jimmy Bennett missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden (bento).

Was hat Asia Argento gesagt?

Die 42-Jährige sagte sie sei "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten und sprach von "Verfolgung". "Ich dementiere und weise den Inhalt des von der 'New York Times' veröffentlichten Artikels, der in den internationalen Medien zirkuliert, zurück", sagte sie laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Nach eigener Aussage habe Argento nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt. 2004 hatte er in dem Film "The Heart Is Deceitful Above All Things" Argentos Sohn gespielt. In dem Bericht hieß es, Argento habe Bennett in einem Hotelzimmer in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war.

Das Schutzalter in Kalifornien

In Kalifornien liegt das Mindestalter für sexuelle Handlungen bei 18 Jahren. 

Mit einer Person unter 18 Jahren darf man in Kalifornien rechtlich also keinen Sex haben, solange der- oder diejenige nicht der Ehepartner ist. Das gilt selbst wenn beide Involvierten unter 18 sind. In dem Fall machen sich beide strafbar.

Die Strafen variieren je nach Altersunterschied zwischen den Personen. In Argentos Fall hätte eine Haftstrafe von einigen Monaten bis zu drei Jahren drohen können. (California Legislative Information)

Gab es eine Zahlung?

In dem Bericht der "New York Times" hieß es, Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt. 

Dass es eine Geldforderung gab, bestätigte Argento: Sie schrieb nun, sie sei Bennett "über mehrere Jahre ausschließlich freundschaftlich verbunden" gewesen – bis zu dem Zeitpunkt, dass Bennett plötzlich eine "maßlose Geldforderung" an sie gestellt habe, nachdem Argento selbst dem früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein Vergewaltigung vorgeworfen hatte – und damit eine Vorkämpferin der #MeToo-Bewegung gewesen ist. (SPIEGEL ONLINE)

Die Zahlung an Bennett dementierte Argento nicht, betonte aber, dass sie ihm habe helfen wollen. Ihr Lebensgefährte Anthony Bourdain habe sich Sorgen um einen möglichen Rufschaden gemacht, den Bennett verursachen könnte. Das Paar habe sich deswegen entschieden, "mitfühlend auf Bennetts Forderung nach Hilfe zu reagieren", schrieb Argento.

Bourdain habe Bennett daraufhin finanziell unterstützt – "unter der Bedingung, dass wir keine weiteren Einmischungen in unser Leben erdulden müssen". Im Juni starb der Starkoch Bourdain während Dreharbeiten in Frankreich. (SPIEGEL ONLINE)

Wie geht es weiter?

Die Polizei in Los Angeles befasst sich mit dem Fall. Die Berichte seien zur Kenntnis genommen worden, bestätigte eine Sprecherin des Los Angeles County Sheriff Darren Harris der Deutschen Presse-Agentur. Es werde versucht, das mutmaßliche Opfer zu kontaktieren, um mögliche kriminelle Anschuldigungen angemessen zu dokumentieren. Bislang lägen zu dem angeblichen Vorfall keine Polizeiberichte vor.

Mit Material von dpa


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